Bayern zelebrieren ihre totale Dominanz

Bayern München hat seine unglaubliche Bundesliga-Saison mit dem 24. Meistertitel der Klubgeschichte gekrönt. Die Münchner zelebrierten ihre Übermacht mit neuen Rekorden, ein Ende der bayrischen Dominanz ist nicht abzusehen.

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Bildlegende: Jubelnd So sah man die Bayern in dieser Saison häufig. Reuters

Als erster Klub in der Geschichte der Bundesliga darf sich Bayern München bereits im März als Meister feiern lassen. Es ist nicht die einzige Bestmarke der Deutschen in dieser überragenden Saison. 52 Spiele schon sind die Bayern ungeschlagen, 25 Punkte beträgt der Vorsprung auf die ersten Verfolger 7 Runden vor Schluss.

Die letzte Saison krönten die Münchner mit dem Triple-Gewinn, dem Sieg in Champions League, Bundesliga und Pokal. Manche Beobachter sagten dem neuen Trainer Pep Guardiola deshalb ungemütliche Zeiten voraus. Die Marken, die Jupp Heynckes mit den Bayern erreicht hatte, schienen zu stark zu sein, einmalig und in dieser Form nicht wiederholbar.

Guardiolas bemerkenswerter Einstand

Doch Guardiola schaffte einen bemerkenswerten Spagat. Er schaffte es, dem Team seine Philosophie einzuverleiben, ohne dabei die spielerische Substanz während dieses Prozesses zu schmälern. Im Gegenteil: Die Bayern traten in dieser Saison noch stilsicherer auf. Sie begnügten sich nicht mit 3 Punkten, sondern demütigten ihre Gegner gleich Reihenweise mit Kantersiegen.

Der neue spanische Trainer darf auf eine unglaublich homogene Truppe zählen, die in keinem Mannschaftsteil Schwächen hat. Prunkstück ist die Offensive mit Superstars wie Franck Ribéry, Arjen Robben, Thomas Müller im Mittelfeld, dem Stürmer Mario Mandzukic - oder dem Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri.

Shaqiri mit Anteil an den Erfolgen

Shaqiri hat den Sprung zum Stammspieler noch nicht geschafft, Guardiola bezeichnet ihn als «unseren wichtigsten Einwechselspieler». Trotzdem hat der offensive Mittelfeldspieler seinen Anteil am Titelgewinn der Münchner. Trotz zweimonatiger Verletzungspause kam Shaqiri bislang auf 15 Einsätze in der Bundesliga und erzielte dabei 5 Tore.

Der Schweizer ist damit ein kleiner Teil der grossen Münchner Erfolgsstory, deren Ende nicht absehbar ist. In Champions League und Pokal ist der frischgebackene Meister ebenfalls noch vertreten – das zweite Triple in Serie ist sehr gut möglich. Und der Blick auf die fernere Zukunft verheisst weitere Meilensteine für die Bayern.

Mit Robert Lewandowski haben die Münchner vom Rivalen Dortmund den besten Stürmer der letzten Bundesliga-Jahre verpflichtet. Auch wenn man nach dieser Saison erneut meint, dass eine Steigerung der Bayern-Dominanz nicht mehr möglich ist - nicht unwahrscheinlich, dass in einem Jahr bereits wieder neue Superlativen für die Münchner gesucht werden.