Derdiyok: «Kann nicht sein, dass ich der Buhmann bin»

Eren Derdiyok scheint in den Planungen des Bundesligisten Hoffenheim keine Rolle mehr zu spielen: Trainer Markus Gisdol nimmt den Schweizer Nationalspieler neben Torhüter Tim Wiese und 8 weiteren Profis nicht mit ins Trainingslager.

Eren Derdiyok dürfte in Hoffenheim nicht mehr glücklich werden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nachdenklich Eren Derdiyok dürfte in Hoffenheim nicht mehr glücklich werden. Keystone

Statt mit ins Trainingslager nach Westerburg zu reisen, muss Derdiyok ab Montag in der sogenannten «Trainingsgruppe 2» in Hoffenheim seine Einheiten absolvieren.

Trainer Markus Gisdol machte den vorläufig abgeschobenen Spielern aber Mut. «Die Tür ist weiter für jeden offen», sagte der 43-Jährige, verteidigte seine Entscheidung jedoch: «Wir haben das jetzt so entschieden, um effizient trainieren zu können.»

Derdiyok: «Komme da wieder raus»

Derdiyok zeigt sich derweil masslos enttäuscht: «Es kann nicht sein, dass ich jetzt der Buhmann bin.» Trotzdem versuchte der 25-Jährige, den Blick nach vorne zu richten: «Ich weiss, dass ich enttäuscht habe, hätte aber nie erwartet, dass ich mal in so eine Situation komme. Es muss jedoch weitergehen. Ich komme da wieder raus, wenn ich eine neue Chance bekomme.»

Wohl weitere Konkurrenz im Sturm

Für Derdiyok, der zuletzt mit Hamburg in Verbindung gebracht wurde, dürfte es allerdings schwer werden, in der kommenden Saison regelmässig zu Einsätzen zu kommen. Gisdol will sich zudem noch im Angriff verstärken: «Es ist kein Geheimnis, dass uns noch Torgefahr fehlt.»

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Schweiz schlägt Deutschland 5:3 dank 3 Derdiyok-Toren (26.5.2012)

4:17 min, vom 26.5.2012