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Internationale Ligen Eusebio ist gestorben

Portugal trauert um seinen Volkshelden Eusebio. Das Fussball-Idol erlag im Alter von 71 Jahren in Lissabon einem Herzstillstand. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Eusebio wurde an der WM 1966 mit neun Treffern Torschützenkönig und hatte entscheidenden Anteil am 3. Schlussrang Portugals. Insgesamt erzielte der Stürmer in 64 Länderspielen 41 Tore.

Mit Benfica Lissabon wurde der aus Mosambik stammende Eusebio da Silva Ferreira, wie er mit vollem Namen hiess, elfmal Meister, fünfmal Cupsieger und einmal Meistercupsieger. 1965 wurde er zu «Europas Fussballer des Jahres» gewählt.

Der «Schwarze Panther»

Wegen seiner Schnelligkeit, Kraft und Geschmeidigkeit wurde er - völlig ohne unterschwelligen Rassismus - auch der «Schwarze Panther» genannt. Vor dem «Estadio da Luz» in Lissabon steht eine Bronzestatue zu seinen Ehren. Bei der EM 2004 in Portugal gehörte Eusebio zu den Botschaftern des Turniers.

Zuletzt hatte der charismatische Angreifer immer häufiger mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. 2011 erlitt er eine beidseitige Lungenentzündung. Während der EM 2012 erlitt er in Polen einen Schlaganfall, nachdem er auf der Tribüne Tore der «Lusos» mit Jubelsprüngen gefeiert hatte.

Fahnen auf halbmast

Die Regierung in Portugal rief nach dem Tod des Idols eine dreitägige Staatstrauer aus. In der Hauptstadt Lissabon wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Zudem ordnete der nationale Verband FPF eine Schweigeminute für die Cupspiele am Sonntag an.

Fussballwelt in Trauer

Auch die Fussball-Prominenz reagierte mit grosser Trauer auf die Todesnachricht. «Immer ewig Eusebio, Ruhe in Frieden», schrieb Cristiano Ronaldo. Luís Figo meinte: «Der King!! Ein grosser Verlust für uns alle! Der Allergrösste!!»

Auch aus dem Ausland kamen Beileidsbekundungen. «Eusebio war ein Botschafter des Fussballs und der FIFA. Er wird schmerzlich vermisst werden. Ruhe in Frieden, Schwarzer Panther», twitterte FIFA-Präsident Sepp Blatter. Englands Ex-Nationalstürmer Michael Owen wies auf die unglaubliche Torquote des Portugiesen hin: «733 Tore in 745 Spielen werden ihn ewig zu einer wahren Legende dieses Sports machen.»

2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Ich hoffe, Eusebio bekommt Recht und Portugal gewinnt eines Tages einen EM- oder sogar WM-Titel, aber ich rechne ehrlich gesagt nicht damit. Im Jahr 2004 wurde die Jahrhundert-Chance verpasst, als der EM-Final im eigenen Land gegen die Griechen nicht gewonnen wurde - trotz Stars wie Figo, Deco und dem damals neu aufblühenden Stern Ronaldo. Immerhin haben die Griechen bewiesen, dass ihr Sieg kein Zufall war, weil sie seither fast immer bei den grossen Turnieren dabei gewesen sind.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Dieses Ableben war wegen seines bereits schlechten Gesundheitszustands zu befürchten. DAS war wirklich einer der Grössten und zudem Fairsten seines Fachs! Seinen Namen und die seiner Mitspieler, die 1966 die beste portugiesische Fussball-Nati aller Zeiten stellten, kann ich noch heute alle aufzählen. - Noch etwas für die "Progressiven" der damaligen und heutigen Zeit: Für sehr viele Angolaner und Mosambikaner war es eine Ehre, Portugiesen zu sein, so auch für Eusebio und Coluna.
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