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Fehlstart unter Adi Hütter Alarmstufe Dunkelgelb in Gladbach

4 Punkte aus 5 Spielen: Diese magere Ausbeute ist der schlechteste Saisonstart eines neuen Gladbach-Trainers seit 17 Jahren.

Adi Hütter mit besorgter Miene.
Legende: Sorgenfalten im Gesicht Gladbach hat unter den neuen Trainer Adi Hütter noch nicht Schwung aufgenommen. imago images

Es begann alles so vielversprechend. Als Borussia Mönchengladbach am 13. August zur Ouvertüre der Bundesliga-Saison Bayern München empfing, zeigten die «Fohlen» keinen übermässigen Respekt vor dem Meister der letzten 9 Jahre. Die Elf von Coach Adi Hütter, der aus Frankfurt neu an die Seitenlinie gewechselt war, spielte aggressiv und zog das Pressing früh an.

Nach 10 Minuten traf Alassane Pléa zur Führung. Selbst nach dem Ausgleich durch Robert Lewandowski (42.) blieb der Gastgeber spielbestimmend. Ein Sieg wäre verdient gewesen, das 1:1 wurde gleichwohl als erstes Ausrufezeichen gewertet.

Die Realität heisst Relegationsplatz

Gut 5 Wochen später ist die Zuversicht der Angespanntheit gewichen. 0:1 verloren die Rheinländer zuletzt beim bis anhin sieglosen Augsburg. Der Treffer war eine Schweizer Co-Produktion: Nico Elvedi rutschte der Ball vom Fuss, Nati-Kollege Ruben Vargas übernahm und bediente Torschütze Florian Niederlechner.

Audio
Hütter nach dem Augsburg-Spiel: «Wir sind sehr verärgert und enttäuscht» (ARD-Audio; Autor: Rene Kirsch)
01:54 min
abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.

Die Gladbacher kassierten die 3. Niederlage im 3. Auswärtsspiel. Mit nur 4 Punkten aus 5 Liga-Partien stehen sie auf dem 16. Rang – auf dem Relegationsplatz. Es ist dies der schwächste Bundesliga-Start eines neuen Gladbacher Trainers seit 17 Jahren.

Sommer kritisiert, Hütter beruhigt

Dabei hätte Hütter das Team nach verpatzter Saison 2020/21 zurück in einen europäischen Wettbewerb führen sollen. Nun bekommt der Meistermacher der Young Boys von 2018 bereits sein Fett ab. Die Rheinische Post ruft «Alarmstufe Dunkelgelb» aus, die Süddeutsche Zeitung verleiht dem Gladbacher Spiel das Prädikat «schwerverdauliche Kost».

Nach der Partie in Augsburg sagte Nati-Goalie Yann Sommer, der Mannschaft habe die Kreativität im Angriff gefehlt, um sich gegen einen tiefstehenden Gegner Chancen herauszuspielen.

«Jammern bringt uns nichts», versucht Hütter den Ball flach zu halten. Der 51-jährige Österreicher war unlängst zum zweiten Mal nach 2019 zu Deutschlands Trainer des Jahres gewählt worden. «Wir müssen sehen, dass wir die Ergebnisse bringen.» Das klingt kämpferisch, dürfte aber angesichts des Spielplans kein einfaches Unterfangen werden. Am Samstag kommt Dortmund, in der darauffolgenden Woche steht der Match beim Tabellenzweiten Wolfsburg an.

SRF zwei, «Schweizer Cup – Goool», 19.09.2021 19:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von willi mosimann  (willi mosimann)
    Seltsam das quasi das gleiche Kader letzte Saison fast bis zum Schluss an der Spitze der BL war und jetzt fast am Absteigen ist.
    1. Antwort von Heinz Schweizer  (Heiri)
      Gar nicht seltsam. Einige Spieler haben ihre beste Zeit gehabt und andere sind nicht in Form oder werden überschätzt. Noch ist es der Relegationsplatz, das kann aber noch schlimmer kommen.
  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    es sind gerade 5 von 34 Spiele gespielt, ich versteh das ganze Schwarzmalen nicht.
    Man sollte einen Trainer zunächst mal min. 10 Spiele in Ruhe lassen.
    Man wollte Hutter unbedingt, nun ist Geduld angesagt, auch bei Frankfurt gings so los
    1. Antwort von Timo Haslebacher  (MojinMienai)
      Stimme 100% zu. Ein Trainer muss Zeit haben um sich mit den Spielern warm zu machen und sein System in den Club einzubringen.
      Bei Frankfurt hatte Adi Hütter sehr schlecht begonnen und ist laufend besser geworden und hatte am Ende seiner ersten Saison sogar den DFB-Cup auf dem Konto.
      Anschliessend gab es einen Umbruch mit vielen Spielerverkäufen und trotzdem hat er sich letzte Saison wieder sehr souverän in die Top 6 gespielt!
      Geduld und Demut ist angesagt bei Gladbach.
    2. Antwort von Heinz Schweizer  (Heiri)
      Hallo? Den Trainer 10 Spiele in Ruhe lassen? Und die Spieler?
  • Kommentar von Christian Hofstetter  (hofi)
    Das Gladbacher-Spiel im Mittelfeld wie auch im Sturm ist ideenlos, drucklos, mit unglaublich vielen Fehlpässen garniert; bislang eine einzige Enttäuschung. Ohne Thuram geht noch weniger und ob Embolo dieses Manko beheben kann, ist eher fraglich. Gladbach hat nur noch eine mittelmässige Mannschaft, die froh sein muss, am Ende der Meisterschaft in der oben Tabellenhälfte platziert zu sein.
    1. Antwort von Timo Haslebacher  (MojinMienai)
      Was ein bodenloser Schwachsinn.
      Ein neuer Trainer bedeutet Zwangsläufig auch bis zu einem gewissen Punkt ein neues Spielsystem. Eine Mannschaft braucht eine gewisse Zeit um sich dieses System anzueignen.

      Die erste Zwischenbilanz kann man dann in der Winterpause ziehen. Wenns bis dahin noch nicht läuft, muss man den Trainer und die Mannschaft in Frage stellen, aber jetzt ist es definitiv zu früh dafür!