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Roman Bürki beim Warmmachen.
Legende: Bartra auf der Brust, den Anschlag im Kopf Roman Bürki beim Warmmachen. imago
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Internationale Ligen «Habe noch immer Probleme, schlafen zu können»

Roman Bürki sass beim Anschlag auf den BVB-Bus neben Marc Bartra. Während der Spanier physisch verletzt wurde, kämpft der Schweizer mit seiner Psyche.

Auch fünf Tage nach dem Anschlag holen Bürki die Bilder jener Nacht ein, wie er gegenüber der SonntagsZeitung erklärte: «Ich habe noch immer Probleme, schlafen zu können. Im Unterbewusstsein zucke ich zusammen und schrecke darum auf. Das ist das Schlimmste: dass ich keine Nacht durchschlafen kann.»

Ich konnte mich gar nicht auf das Spiel konzentrieren.

Zudem vergesse er manchmal zu essen und sehe die Ereignisse wieder vor sich, sobald er die Augen schliesse.

Video
«10vor10»-Beitrag über den Anschlag
Aus 10 vor 10 vom 11.04.2017.
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Konzentrationsschwierigkeiten

Weniger als 24 Stunden nach dem Anschlag musste Bürki gegen Monaco bereits wieder auf dem Platz stehen. «Für mich war schlimm, dass wir schon am Tag nach dem Anschlag wieder spielen mussten, ich konnte mich gar nicht darauf konzentrieren», so Bürki. «Ich nahm auf dem Platz alles immer etwas später wahr – als hätte ich einen Schleier vor den Augen.»

Kein Verständnis für Uefa

Hätte er wählen können, wäre er nicht aufgelaufen, aber «du musst raus, Millionen Leute schauen wieder auf dich.» Auch mit den Aussagen der Uefa habe er seine Mühe: «Wenn ich dann am nächsten Tag von irgendeinem Sprecher eine Aussage höre, das Spiel wäre abgesagt worden, wenn jemand ums Leben gekommen wäre… Also, das ist doch wohl die grösste Frechheit, die es gibt.»

Trotz allem: Auch am Samstag gegen Frankfurt lief der 26-Jährige auf, zeigte eine Glanzparade und hielt den 3:1-Sieg fest.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 11.04.17, 20:30 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Joel Busch  (Joel)
    Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen aber nach so einem Ereignis könnte es durchaus sein dass Menschen posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. "Keine Nacht durchschlafen" hört man doch auch von Kriegsveteranan.
  • Kommentar von Benjamin Roth  (benjamin)
    Dies erinnert mich an die Massentierhaltung. Menschen werden nur noch als Nutzmenschen gesehen. Hauptsache die Kassen füllen sich nicht weniger rasant. Ich finde es währe das mindeste gewesen, die Spieler zu fragen, ob sie spielen möchten. Falls sie dies tun wollen um ein Zeichen zu setzen, dann bitte auf ihre Entscheidung.
  • Kommentar von Max Widmer  (1291)
    Wenn der Präsident der FIFA, Herr Infantino, im Bus gesessen wäre , ja dann wäre das Spiel wohl abgesagt worden.