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Internationale Ligen Iñaki Williams oder Bilbao bleibt baskisch

Athletic Bilbao trifft am Samstag im Final der Copa del Rey auf das grosse Barcelona, das für sich beansprucht, «mehr als ein Klub» zu sein. Einzig in seiner Art bleibt aber auch das baskische Modell.

Iñaki Williams flankiert von Aritz Aduriz und Carlos Gurpegui
Legende: Ist erst 20 Jahre alt Bilbaos Shootingstar Iñaki Williams (Mitte). Imago

Der Wandel der Zeit macht auf den ersten Blick auch vor Athletic Bilbao nicht Halt. 2008 brach der Klub mit der Tradition und trat erstmals mit einem Trikotsponsor auf. 2013 löste das neue Stadion die «Kathedrale» San Mames ab. Stars wie Fernando Llorente (Juventus), Javier Martinez (Bayern) oder Ander Herrera (ManUnited) wanderten ab. Und mit Iñaki Williams erzielte letzten Februar im EL-Spiel gegen Torino gar erstmals ein Spieler mit dunkler Hautfarbe ein Tor für Athletic.

Historisches Tor

An der Klubphilosophie, dass nur Akteure eingesetzt werden, die den baskischen Provinzen oder dem regionalen Nachwuchs entstammen, hat sich aber nichts geändert. Denn Williams wurde 1994 in Bilbao geboren.

Der Sohn einer Liberianerin und eines Ghanaers trägt nicht nur einen typisch baskischen Vornamen. Er spielte auch im Athletic-Nachwuchs. Jetzt ist er Stammspieler und könnte Bilbao zum 1. Titel seit dem Double 1984 schiessen.

Legende: Video Bilbao verliert das EL-Endspiel 2012 gegen Atletico Madrid abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.05.2012.

Bilbao - eine Erfolgsstory

Als einziger spanischer Klub neben Barcelona und Real stieg Athletic noch nie ab. 23 Mal gewann man den Cup, 8 Mal den Meistertitel. 2012 verlor Bilbao das EL-Endspiel gegen Atletico. Im Cupfinal scheiterte man zuletzt 3 Mal in Folge (1985, 2009 2012).

1 Kommentar

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  • Kommentar von F. Savioz, Basel
    Eine tolle Philosophie und Haltung eines Klubs, dem Identität und Prinzipien noch mehr bedeuten als reine Geldmacherei. Die meisten Teams sind nur noch ein durch Geld zusammen gewürfelter Haufen, der absolut keinen Bezug mehr zur Region oder dem Land hat. Eigentlich war die Regel, die maximal drei Ausländer pro Club erlaubte, eine gute Formel. Sie förderte den regionalen Nachwuchs und die Beziehung zum Publikum.
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