Kein Sieger bei Frankfurt-Nürnberg

Das Hinspiel der Bundesliga-Relegation endete 1:1. Im Mittelpunkt stand der an einem Tumor erkrankte Marco Russ.

Spieler sehen den Ball ins Tor kullern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vom Pech verfolgt Von Russ' (2.v.r.) Fuss landet der Ball im eigenen Tor. Imago

Bei der Eintracht figurierte Marco Russ trotz kürzlich publik gewordener Tumor-Diagnose in der Startformation - und stand kurz vor der Pause zusätzlich im Fokus. Der Verteidiger lenkte eine Flanke unglücklich ins eigene Tor. Die Führung für René Weilers Nürnberger widersprach zu diesem Zeitpunkt komplett dem Spielverlauf.

«  Der Fussball darf nicht für irgendwelche Inszenierungen herhalten. »

Nürnbergs Trainer René Weiler

Es sprach für die Moral der Frankfurter, dass sie auch nach der Pause im gleichen Stil weitermachten. In der 65. Minute führten die Bemühungen wenigstens zum 1:1 durch den serbischen U21-Internationalen Mijat Gacinovic. Haris Seferovic spielte bei der Eintracht 90 Minuten durch.

Diskussion um erkrankten Russ missfällt Weiler

Nürnbergs Schweizer Coach Weiler kritisierte nach Spielschluss den Zeitpunkt der Veröffentlichung von Russ' Erkrankung: «Der Fussball darf nicht für irgendwelche Inszenierungen herhalten.» Sein Frankfurter Pendant Nico Kovac stellte jedoch umgehend klar, dass dies nicht die Eintracht, sondern der DFB zu verantworten habe. Russ selbst wird im Rückspiel am Montag wegen einer Gelbsperre fehlen.