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Ronaldo spielt wieder für Manchester United
Aus Sport-Clip vom 27.08.2021.
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«Nur» 30 Millionen Wieso Ronaldo als «Schnäppchen» nach Manchester zurückkehrt

Cristiano Ronaldo wechselt zurück zu Manchester United. Weshalb kostet er «nur» kolportierte 30 Millionen?

2018 liess sich Juventus Turin die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo geschätzte 105 Millionen Euro kosten. Drei Jahre später verkaufen ihn die Italiener für angebliche 30 Millionen an Manchester United.

Ist der fünffache Weltfussballer so viel schlechter geworden? So viel schlechter als Jack Grealish, für den ManCity eben rund 118 Mio. Euro springen liess? Als Kylian Mbappé, für den Real Madrid ein 160-Millionen-Angebot unterbreitet haben soll?

Natürlich nicht. Der Einbruch der Ablösesumme hat mehrere Gründe:

  • Ronaldo hatte bei Juve nur noch einen Vertrag bis 2022. Je kürzer die Restlaufzeit, umso geringer die Ablösesumme, denn für den Verkäufer drängt es – nächsten Sommer hätte Juventus keinen Cent mehr erhalten (wie dies Barcelona eben mit Lionel Messi erlebt hat).
  • Jemanden wie Ronaldo zum Bleiben zu «zwingen», ist kaum möglich. Messis Verbleib bei dessen «Herzensklub» Barcelona letzten Herbst war eine Ausnahme. Juventus Turin ist dagegen trotz aller Liebesbekundungen des Portugiesen auf Social Media nicht Ronaldos «Herzensklub».
  • Juventus Turin kann eine gewaltige Lohnsumme einsparen. Ronaldos Jahreslohn soll sich laut Medienberichten auf rund 32 Millionen Euro belaufen.
  • Juventus ist mit ca. 400 Mio. Euro hoch verschuldet. Deshalb engagierten sich die Italiener derart für die gescheiterte European Super League mit ihren immensen Startgeld-Versprechungen.
  • Ronaldo schlug bei Juventus zwar erwartungsgemäss ein. Dem Portugiesen gelangen wettbewerbsübergreifend 101 Tore in 134 Spielen. Es gab auch zwei Meistertitel. Doch international blieben die Erfolge aus.

  • In der Champions League scheiterte man dreimal in Serie an tiefer eingeschätzten Klubs (Ajax im Viertelfinal 2019, Lyon im Achtelfinal 2020, Porto im Viertelfinal 2021). Ausgaben und Ertrag stimmen bei Juve nicht überein. Der Versuch, mit Klubs wie Manchester City, Paris SG, Real Madrid oder Chelsea gleichzuziehen, ist missglückt.

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Archiv: Juves 3. CL-Scheitern in Folge
Aus Sport-Clip vom 10.03.2021.
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  • Das gilt auch aus Sicht von Ronaldo, der weitere internationale Titel will. Besonders jetzt, wo Erzrivale Messi zum topbesetzten PSG gewechselt hat.
  • Marketingmässig hat sich das Engagement für Juventus sicher gelohnt. Der Klub konnte seinen Wert als Werbepartner und die Verkäufe im Shop steigern. 2018 soll Juve alleine in den ersten 24 Stunden nach Bekanntgabe des Transfers über 500'000 Ronaldo-Shirts im Wert von 60 Mio. Euro verkauft haben. Auch das allgemeine Renommee stieg an, das sich unter anderem in höheren Zahlen bei den Social-Media-Followern zeigt. Aber ein zusätzliches Jahr hätte den Braten kaum fetter gemacht.

  • Ronaldo ist 36-jährig. Obwohl Weltstar, ist es normal, dass der Marktwert mit zunehmendem Alter sinkt. Die Webseite transfermarkt.de beziffert den derzeitigen Marktwert des Portugiesen auf 45 Mio. Euro, gegenüber einem Höchststand von 120 Mio. Euro im Jahr 2014.

Baldige Rückkehr nach Bern möglich

Ronaldos erkleckliche Lohnsumme muss künftig also Manchester United stemmen. Jener englische Klub, der in der Champions-League-Gruppenphase in dieselbe Gruppe wie YB gelost wurde. Damit ist sehr gut möglich, dass Ronaldo zum 2. Mal binnen 3 Jahren im Wankdorf auflaufen wird. Beim letzten Mal musste der Portugiese Bern mit einer (wenn auch bedeutungslosen) Niederlage im Gepäck verlassen (1:2).

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Archiv: Als YB Ronaldos Juventus schlug
Aus Sport-Clip vom 12.12.2018.
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SRF zwei, sportflah, 28.9.21, 20:00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Das ist der richtige Entscheid. Bravo. Endlich einmal ein Fussballer, welcher zu seinen erfolgreichen Wurzeln (zu Profi-Zeiten versteht sich) zurückkehrt. Hut ab vor diesem Entscheid. Es braucht Mut, in diesem Alter nochmals in die „englische Schlacht“ zu ziehen. Für ManU ist CR7 auch heute noch ein Mehrwert. Sollte das Konzept dort besser auf ihn zugeschnitten sein, dann kann er locker noch 3 Jahre besten Fussball spielen und dies in der besten Liga der Welt. Diese Nachricht brachte Freude.
  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    CR7 lebt nur noch von der Vergangenheit.Die war aber sensationell,genau wie die von Messi.Jetzt sind beide alternde Stars und können den Fussball nicht den besseren Jungen überlassen.Auch so wird der Fussball nicht besser.Viele Junge werden denken,wenn die alten Männer soviel verdienen,sollen sie auch rennen.Doch beide werden noch längere Pausen machen als letzte Saison.Ist ja logisch,sie sind längst über ihrem Zenit.Hoffe nur die Trainer wechseln sie früher aus,wenn sie nicht mehr mögen.
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      @ Hofer: Messi war Topscorer letztes Jahr in Spanien.. CR 7 schoss 29 Tore!
      Die beiden Spieler haben ihr Spiel umgestellt. Bei CR 7 ist dies klar, er kann seinen früheren Spielstil nicht mehr spielen.Dafür fehlt die Kondition und die Kraft.Bei Messi glaube ich,er ist noch topfit,wollte einfach nicht mehr so viel Fussball Arbeiten,wie dies das System Barça eigentlich will.
      Der erste Verteidiger ist der Mittelstürmer.Sie sind nicht mehr so fit, aber für jeden Klub ein grosser Gewinn!Immer noch
    2. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Merz wie kommen sie zu ihre Aussage Messi habe bei Barca nicht mehr so viel arbeiten wolle? Er wollte bleiben und Barca wollte ihn auch behalten, er musste aus rechtliche Gründen gehen!
      CR7 spielt nach wie vor den gleichen Spielstill und ist bestimmt fitter als 95% wie seine Mitspieler/Gegner. Schauen Sie sich die jeweiligen Statistiken an!
      Etwas informieren wenn man schon Null Ahnung hat würde vor peinlichen Kommentaren bewahren...
    3. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      @ Gion: Ich weiss,ganz genau was ich geschrieben habe.Hätten sie mehrere Spiele von Messi in der Meisterschaft letzes Jahr gesehen,dann wüssten sie was ich meine.Leider hatte Messi soviel Macht bei Barça,dass er nicht mehr defensiv Arbeiten musste.Bei CR7 ist e gleich,er blieb nur noch im Mittelkreis stehen.Wenn man CR7 bei ManU spielen sah und letztes Jahr bei Juve,dann sind grosse Unterschiede zu erkennen.Herr Gion sie sollten nicht von Dingen sprechen,wenn sie nicht das Gesamtbild verstehen!
    4. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Merz also wenn sie eine zurückgelehte Distanz von 12.7 km als "am Mittelkreis stehenbleiben" beurteilen was machen den die anderen 19 Feldspieler welche meist kürzere Distanzen zurücklegen?
      Gesamtbild verstehen? Also ja ihreres versteht wohl niemand aber die die Ronaldo den Lohn zahlen wissen weshalb...
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Wenn CR bei Manu die richtigen Mitspielen hat kann er noch weiter brillieren bei Juve fehlten Diese meistens völlig!