Parma-Spieler greifen in eigene Tasche

Nach der Absage des Serie-A-Spiels gegen Udinese stehen die Spieler von Parma zusammen: Die Reise zum nächsten Auswärtsspiel in Genua wollen die Profis des finanziell arg gebeutelten Klubs selber finanzieren.

Trotz drohender Pleite wollen die Spieler von Parma die Saison zu Ende spielen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Harte Zeiten Trotz drohender Pleite wollen die Spieler von Parma die Saison zu Ende spielen. Keystone

Die Partie gegen Udinese musste am Sonntag aus finanziellen Gründen abgesagt werden. Der von der Pleite bedrohte Tabellenletzte der Serie A hatte kein Geld für die Sicherheits- und Stromkosten aufbringen können.

Lucarelli: «Werden Autos organisieren»

Parma-Captain Alessandro Lucarelli beschloss mit seinen Teamkollegen, die Reise zum nächsten Auswärtsspiel nach Genua selber zu finanzieren. «Wenn der Verein sich keinen Bus leisten kann, werden wir fünf bis sechs Autos organisieren und so nach Genua reisen», sagte der 37-Jährige.

Der Klub sei ihm so sehr ans Herz gewachsen, dass er auch bei einem allfälligen Konkurs in der Serie D für Parma weiterspielen würde, so Lucarelli, der in den letzten 7 Jahren über 200 Spiele für die Norditaliener bestritten hat.

Massimo Ferrero, Präsident von Sampdoria Genua, rief sämtliche Serie-A-Klubs auf, zu helfen. Parma solle wenigstens die laufende Saison beenden können, um die Meisterschaft nicht zu verfälschen.