Zum Inhalt springen

Auftakt in die Nations League Nati will wieder auf dem Platz von sich reden machen

Mit einem guten Auftritt gegen Island will die Schweizer Nationalmannschaft ein neues Kapitel einläuten – vor allem aber die Vergangenheit vergessen machen.

Noch ist schwierig abzuschätzen, welcher Stellenwert der neu lancierten Nations League zukommen wird. So oder so kommt das Auftaktspiel gegen Island am Samstagabend in St. Gallen für die Nati aber zum richtigen Zeitpunkt.

Die Geschehnisse mit der Doppeladler-Affäre und der Diskussion um Doppelbürger sowie dem Rücktritt von Führungsspieler Valon Behrami haben allesamt dazu geführt, dass der Fokus nicht mehr auf dem sportlichen Aspekt lag. Und dieser soll so schnell wie möglich wieder in den Mittelpunkt rücken.

Nati freut sich auf Ernstkampf

Granit Xhaka, dessen Jubelszene das Sommertheater losgetreten hat, freut sich jedenfalls, dass nicht nur ein Test-, sondern ein Pflichtspiel ansteht. Und auch für Breel Embolo ist es wichtig, «dass es um etwas geht. Ein Freundschaftsspiel zu absolvieren wäre trostlos gewesen», so der Schalke-Stürmer.

Legende: Video Petkovic: «Nehmen die Favoritenrolle gerne an» abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 07.09.2018.

Klar ist, dass die Nati nach dem turbulenten Sommer unter verschärfter Beobachtung stehen wird. Nicht nur wegen dem, was passiert ist, sondern vor allem wegen dem, was kommen mag. Nationaltrainer Vladimir Petkovic plant einen sanften Umbruch. Gespannt darf man sein, wie sich dieser in Sachen Aufstellung bereits zeigt.

Petkovic: «Alles ist möglich»

Mit einer Revolution im Sinne einer komplett neuen Aufstellung ist allerdings nicht zu rechnen. Erstens hat Petkovic mit Kevin Mbabu und Albjan Ajeti «nur» zwei Neulinge aufgeboten. Zweitens sagt er selbst: «Sie werden ihre Chance bekommen, sich auf dem Platz zu beweisen. Aber das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht.»

Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert. Ich bin auch neugierig zu sehen, wie das rauskommt.
Autor: Vladimir Petkovic

Gut möglich, dass Kevin Mbabu seine Einsatzzeit gegen Island bekommen wird – ob in der Startelf oder als Einwechselspieler. Viel mehr drängt sich jedoch die Frage auf, wer den nicht aufgebotenen Blerim Dzemaili auf der 10er-Position vertreten wird.

In die Karten blicken lassen wollte sich der Nati-Trainer nicht. Man starte in einen Wettbewerb, Experimente wolle er keine machen. «Aber wir haben verschiedene Dinge ausprobiert im Training. Ich bin auch neugierig zu sehen, wie das rauskommt», so Petkovic zur Aufstellung.

Und obwohl die Nati gegen Island favorisiert ist, will man den Gegner keinesfalls unterschätzen. Embolo zog einen Vergleich zum verlorenen WM-Achtelfinal gegen Schweden. «Island ist stark in der Defensive. An der WM haben wir gegen ein solches Team verloren. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir es besser können.»

Die möglichen Aufstellungen:

Schweiz: Sommer; Mbabu, Schär, Akanji, Rodriguez; Zakaria, Xhaka; Embolo, Shaqiri, Zuber; Seferovic.

Island: Halldorsson; Saevarsson, Arnason, Ragnar Sigurdsson, Magnusson; Johann Gudmundsson, Sigurjonsson, Hallfredsson, Bjarnason; Gylfi Sigurdsson, Bödvarsson.

Sende-Hinweis

Verfolgen Sie die erste Nations-League-Partie der Schweiz gegen Island ab 17:30 Uhr live auf SRF zwei und in der Sportapp im Stream.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 07.09.2018, 22:20 Uhr

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dieter Brunner (Lagaffe)
    Ein kleiner Blick auf Nino Schurter würde helfen: Klappe zu, harte Arbeit, grosser Erfolg. Aber die Fussballclowns sind ungeachtet ihrer Leistungen immer im Mediengewitter. Während erfolgreiche Randsportathleten/innen mal eben einmal im Sportpanorama beklatscht werden, weden auch heute Abend die Kicker ungeachtet ihrer zu erwartenden lausigen Leistung die ganze Nation vor der Glotze versammeln. Danke Herr Schurter
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      Wenn die Fussballer häufig in den Medien sind, liegt das doch wohl nicht nur an ihnen selbst, sondern zumindest ein Stück weit an den Medien. Die Fussballer können doch nichts dafür, wenn sich die Medien weniger um andere Sportarten kümmern und deren Athleten daher weniger im Zentrum des Interesses stehen. Und wegen der ganzen Vorkommnisse der letzten Zeit sind die Spieler der CH-Fussballnati sicher nicht freiwillig im Rampenlicht gestanden. Da haben die Medien kräftig mitgeholfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabian Steffen (FabSte)
    Favoritenrolle..........dass ich nicht lache...... !!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Bin schon auf die vielen, total 7unterschiedlichen Kommentare u. Sichtweisen nach dem "Umbruch u. Läuterung" gespannt. Gewinnt das Team, ist es schon fast weltmeisterlich, verliert es, ist der Trainer schuld, die Stollenwahl, der Rasen (war immer auf der Seite der CH schlecht), und überhaupt war man eigentlich das bessere Team. Nur das Resultat zählt? Ja, aber nur wenn man gewonnen hat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen