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«Haben lange darauf gewartet» Der ersehnte «Big Point» ist Tatsache

Die Schweizer Fussball-Nati hat endlich wieder in einem bedeutenden Spiel einen Grossen geschlagen. Coach Vladimir Petkovic geht gestärkt hervor.

Legende: Video Petkovics Analyse: «Die mentale Leistung hat heute gestimmt» abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Aus sportlive vom 18.11.2018.

Das turbulente Fussball-Jahr 2018 hat aus Schweizer Sicht das perfekte Ende genommen. Der 5:2-Sieg gegen Belgien war der ersehnte Exploit, der von der Nati in den letzten Jahren so oft gefordert worden war. Natürlich besiegte man in der WM-Quali Europameister Portugal 2:0. Doch die Weltnummer 1 zu schlagen, den WM-Dritten Belgien, ist höher einzustufen. Letztmals war dies unter Ottmar Hitzfeld an der WM 2010 gegen Spanien gelungen.

Die Führungsspieler der Nati schätzten den Erfolg entsprechend hoch ein:

  • Captain Granit Xhaka: «Darauf haben wir lange gewartet. 2018 so aufzuhören, ist natürlich sehr geil.»
  • Xherdan Shaqiri: «Dass wir mit 5:2 gewinnen würden, hätte sicher niemand gedacht. Ich bin stolz auf das Team. Dass man so eine Partie dreht, geschieht nicht alle Tage.»

Auch SRF-Experte Benjamin Huggel war voll des Lobes: «Da muss man den Hut ziehen.» Huggel strich besonders den Mut von Coach Vladimir Petkovic bezüglich Personalfragen nach der WM heraus. Und auch die höhere System-Flexibilität bewertet er positiv.

Es dürfte nun etwas Ruhe einkehren um die Nationalmannschaft. Das weiss auch Petkovic. Er geht als grosser Sieger des Gala-Abends in Luzern hervor. «Es ist eine gute Ausgangslage für die weitere Arbeit mit einer jungen Mannschaft», bilanzierte der 55-Jährige im SRF-Studio. Die Verjüngung des Teams scheint geglückt. Mit Kevin Mbabu, Nico Elvedi und Edimilson Fernandes überzeugten am Sonntagabend gerade die neu integrierten Akteure.

Nati-Fans dürfen sich auf Dezember freuen

Die Vorfreude bei den Nati-Fans auf den Dezember dürfte jedenfalls gross sein. Am 2. Dezember steht die Auslosung zur EM-Qualifikation an. Einen Tag später erfährt die Schweiz, auf wen sie im Juni 2019 im Halbfinal der Final Four in der Nations League trifft. «Vielleicht kann man das Ding sogar gewinnen», sagte Experte Huggel euphorisch.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.2018, 20:10 Uhr

17 Kommentare

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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Im Erfolg wäre es immer einfacher, Veränderungen anzugehen. SchweizerInnen machen es meist anders. Sie erlauben die Veränderung erst, wenn es gar nicht mehr anders geht. Meist erst auf massiven Druck von aussen. Ich denke, das Präsidium des sfv müsste jetzt die Chance packen, die Neuorganisation mit grossen Schritten anzugehen. Beginnende bei der Wahl Personen und endend mit der Ausbildung jener, die gegen aussen im Fokus stehen.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Man kann den Sieg gegen Spanien und den nun gegen Belgien nicht miteinander vergleichen. Der gegen Spanien kam mit sehr viel Glück und dem unglücklichen Tag der Spanier zusammen. Doch hier hat man nach einem 2:0 das Spiel gedreht und Schlussendlich sogar überlegen kontrolliert. Man vergesse nicht das die Schweiz klar besser wahr in der 2. Halbzeit und da gingen die Belgier immer noch als Gruppen erster in diese!
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    1. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Warum vergleichen Sie denn, wenn man nicht vergleichen kann ;-)? Ich teile jedoch ihre Einschätzung bezüglich der Leistung, doch WM und Nations League sind zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe.
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  • Kommentar von Hubert Glauser (Hubiswiss)
    Ich sehe es die Qualifikation für die Final Four auch wie eine EM Halbfinal Qualifikation. Klar hatte die Schweiz Glück mit Island das schwächste Team in die Gruppe zugelost zu bekommen. Glück braucht es auch um mal einen Big Point zu realisieren.
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