Spanien, Italien, Deutschland oder England: Eines dieser 4 Schwergewichte aus Topf 1 wird an der EURO 2020 (12. Juni bis 12. Juli) Gruppengegner der Schweiz sein. Einen langen Wunschzettel hat Vladimir Petkovic vor der EM-Auslosung am Samstag in Bukarest nicht geschrieben.
Dennoch hat der Nationaltrainer seine Präferenzen: «Gegen Italien oder Deutschland zu spielen wäre interessant, weil wir noch nie an einer EM gegen sie gespielt haben», sagte Petkovic. Die Schweiz ist dem Topf 2 zugeteilt.
Zweimal Baku – bitte nicht
Der 56-jährige Tessiner weiss aber auch, dass ein Duell gegen Italien auch einen Nachteil mit sich bringen würde: «Es wäre eine logistische Herausforderung», meint Petkovic. Grund dafür sind die Spielorte: Diese heissen in Italiens Gruppe A Rom und Baku.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Schweiz ihr erstes und letztes Gruppenspiel in Aserbaidschans Hauptstadt bestreiten müsste. Zwischen Rom und Baku liegen rund 3'100 km Luftlinie.
Aus Topf 3 würde Petkovic gerne einem Rendezvous mit Portugal aus dem Weg gehen. Der Titelverteidiger sei einer der stärksten Gegner überhaupt, glaubt der Nati-Trainer. Zudem hat die Schweiz nach der jüngeren Vergangenheit nicht die besten Erinnerungen an Duelle mit den Portugiesen.
Im vergangenen Sommer unterlag man Cristiano Ronaldo und Co. im Halbfinal der Nations League mit 1:3. Im Oktober 2017 verpasste die Schweiz nach einem 0:2 in Portugal die direkte Qualifikation für die WM 2018.
Steht der 3. Gegner erst im März fest?
Am Samstag kennt die Schweiz mit Sicherheit 2 ihrer 3 Gruppengegner an der EURO. Bis der 4. Vertreter bekannt wird, kann es aber bis im März dauern. Dann finden die Playoffs statt, in denen die verbleibenden 4 EM-Tickets vergeben werden. Fest steht einzig: Werden die Schweizer in die «Italien-Gruppe» gelost, heisst der Gegner aus Topf 4 entweder Finnland oder Wales.
Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 30.11.2019, 06:17 Uhr