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Nationalmannschaft Nati mit doppeltem Fehlstart ins EURO-Jahr

Die Schweizer Nationalmannschaft ist mit einer enttäuschenden 0:1-Niederlage in Irland ins neue Jahr gestartet. Nach dem frühen Treffer durch Clark blieb das Petkovic-Team ideen- und harmlos.

Das EURO-Jahr hätte aus Schweizer Sicht nicht schlechter beginnen können: Nach nur gerade 114 Sekunden lag die Nati durch eine Koproduktion der irischen Innenverteidiger 0:1 zurück. Shane Duffy gewann nach einem Corner das Kopfballduell gegen Timm Klose, Ciaran Clark konnte völlig freistehend einnicken.

«Wir sind am Anfang nicht gut gestanden, dafür haben wir teuer bezahlt», blickte Trainer Vladimir Petkovic nach dem Spiel zurück.

Irische Lektion in Sachen Organisation und Hartnäckigkeit

Nach diesem Fehlstart sah sich die Nati in die Rolle gedrängt, die ihr so gar nicht behagt. Sie musste das Spiel machen, was ihr gegen gut organisierte, tief stehende und hartnäckig agierende Iren sehr schwer fiel. In Abwesenheit von Xherdan Shaqiri fehlte es trotz viel Ballbesitz an offensiver Kreativität, um das grüne Bollwerk zu gefährden oder gar zu überwinden.

Chancen? Mangelware!

Während es im gegnerischen Strafraum nach 17 Minuten am gefährlichsten wurde, als ein Seferovic-Kopfball nach einer Ecke knapp am Lattenkreuz vorbeisegelte, vergaben die Iren noch vor der Pause eine Grosschance zum 2:0. Wiederum fehlte es in der Schweizer Hintermannschaft an der Organisation, Shane Long sah seinen Kopfball jedoch von der Latte zurückprallen.

Es fehlte an Konzentration und schnellem Spiel nach vorne
Autor: Vladimir Petkovic

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem Team um Captain Valon Behrami nie, auch nur annähernd am Ausgleich zu schnuppern. Erst in der Schlussphase, nachdem beide Teams eifrig durchgewechselt hatten, sorgten die Jungen für eine kleine Ausnahme. Breel Embolo lenkte einen Schuss von Nati-Debütant Shani Tarashaj knapp am Tor vorbei.

Legende: Video Vladimir Petkovic im Interview abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
Aus sportlive vom 25.03.2016.

Petkovic: «Alles muss besser werden»

Die Gelegenheit zur Besserung bietet sich den Schweizern bereits am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina. Bis dahin sollte sich auch der angeschlagene Teamleader Stephan Lichtsteiner von seiner Wadenverletzung erholt haben. Und auf die Frage, was sein Team im Letzigrund besser machen müsse, sagte Petkovic: «Alles!»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.03.2016, 20:30 Uhr

37 Kommentare

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  • Kommentar von Slobodan Cekic, Birmenstorf
    ich verstehe die destruktive kritik nicht. irland war ein schwaches spiel, na und? die schweiz ist voller besserwisser, kaum jemand der mal in der a nati gespielt oder als trainer gewaltet hat unter den kritikern... dass ein team nicht perfekt ist, ist tatsache. auch tatsache, dass keine einzige nati je vollen rückhalt hatte vom eigenen land - immer viel gesülze, statt anfeuern. ein treuer fan glaubt auch in schlechten zeiten an sein team - aber eben, in der schweiz weiss es "jeder" besser...
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  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    Zur Strafe sollten alle Spieler ihr eigenes Spiel auf Video ansehen müssen - in voller Länge; und wer vor dem Schlusspfiff einschläft, muss nochmals von vorne beginnen. Dann sehen sie, welch triste Vorstellung - für die sie bezahlt wurden! - sie Hunderttausenden von TV-Zuschauern zugemutet haben. Oder wie wär's mit einer Last Man Standig-Variante? - Wer am längsten wach bleibt hat gewonnen. Man of the match war für mich Aiden McGeady, die Schweizer mag ich gar nicht bewerten.
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  • Kommentar von simon, bern
    es gibt doch noch einen daniel milicevic. ein offensiver mittelfeldspieler. ein neuer spieler für di nati, der gerade im hohen alter di form seines lebens hat. auch ein almen abdi sollte nicht vergessen werden. und wiedo hat luca zuffi nicht gespielt?
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