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Nati mit «dünner» Ersatzbank Petkovic: Viele Varianten, wenig Alternativen

Die beiden Spiele am Final Four der Nations League haben aus Schweizer Sicht vor allem zwei Dinge aufgezeigt.

  • 1. Die Schweiz spielt variantenreicher

Nati-Coach Petkovic hat sein Team im Laufe der Nations-League-Kampagne weiterentwickelt. Beim Stand von 0:2 gegen Belgien stellte er von einer Vierer-Abwehr auf eine Dreierkette um – und hatte damit Erfolg. Auch am Finalturnier setzte er auf dieses System.

Kevin Mbabu erwies sich als absoluter Glücksgriff. Der künftige Wolfsburger ist mit seiner Power ein unverzichtbarer Gewinn für das Schweizer Team. Dafür Stephan Lichtsteiner zu opfern, hat sich als richtige Entscheidung erwiesen. Auch wenn man natürlich darüber diskutieren kann, warum man den Captain nicht wenigstens mitgenommen hat.

Für das Schweizer Spiel in hohem Masse entscheidend ist aber der aktuelle Inhaber dieses Amtes. Die Verbindung zwischen Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri war in beiden Spielen für die offensiven Aktionen der Nati von zentraler Bedeutung.

Legende: Video Xhaka prüft Keeper Pickford abspielen. Laufzeit 00:10 Minuten.
Aus sportlive vom 09.06.2019.
  • 2. Coach Petkovic fehlen valable Ersatzspieler

Die Aufstellung gegen Portugal konnte so im Vorfeld erwartet werden. Denn diese Elf war das Beste, was Nati-Coach Petkovic aktuell zur Verfügung steht. Das Line-up ergab sich von selbst. Härtefälle gab es kaum, Diskussionen ebenfalls nicht. Das ist kein gutes Zeichen. Natürlich hat ein Breel Embolo gefehlt oder ein Admir Mehmedi in Topform. Aber vergleicht man, was die anderen Teams in Portugal auf der Bank hatten, so sieht es bei der Schweiz etwas mager aus.

Coach Vladimir Petkovic.
Legende: Wen kann ich einwechseln? Diese Frage dürfte für Coach Vladimir Petkovic nicht immer eine einfache sein. Keystone

Josip Drmic und Albian Ajeti liegen aktuell in der Hierarchie weit hinter Haris Seferovic. Sogar auf die Goalie-Position trifft dies zu. Angesichts der Absenz von Roman Bürki steht keine starke Nummer 2 zur Verfügung. Renato Steffen kann keine Startelf-Ansprüche stellen. Noah Okafor ist noch ein Versprechen. Genau so wie Djibril Sow.

Edimilson Fernandes erhielt immerhin gegen England die Chance, von Beginn an zu spielen. Er tat dies mit viel Selbstvertrauen. Und Nico Elvedi hat bewiesen, dass er «funktioniert».

Legende: Video Elegant und mutig: Edimilson Fernandes' Pirouette abspielen. Laufzeit 00:11 Minuten.
Aus sportlive vom 09.06.2019.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.06.2019, 14:30 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Hofstetter  (hofi)
    Trotz einiger temporärer Reservisten in diesem Team waren die Engländer am Schluss weniger ausgelaugt als die Schweizer. Sie spielten, wie schon oft, tempoarm, ohne Inspirationen und vor allem ohne Durchschlagskraft im Sturm. Die englische Abwehr hatte keine Mühe mit unseren Angreifern. Shaqiri hat wieder einmal sein zweites Gesicht gezeigt: Ein Schatten seiner selbst. Mbabu ist unbestritten ein Gewinn. Seine Power tut der rechten Seite gut, obwohl seine Flanken Verbesserungspotential haben.
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    1. Antwort von Silvio Kohler  (lordprong)
      Man hat aber auch gesehen, was passiert, wenn Shaqiri vom Feld muss. Es ist Tatsache dass praktisch die ganze Verantwortung im Angriffspiel der Nati auf ihm lastet, was dauerhaft ein Problem wird, zumal seine Verletzungsquote seit dem Wechsel nach England enorm gestiegen ist. Die Belastung in der Premier League ist nicht wegzudiskutieren. Die Bundesligaspieler Zuber, Sommer oder auch Italienlegionär Freuler wirkten für mich frischer als Xhaka, Shaqiri oder Schär am Final Four Turnier.
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    2. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      @Kohler: Von welcher Belastung, Shakira betreffend, schreiben Sie genau? Darf ja wohl nicht wahr sein!
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  • Kommentar von Hubi G.  (hubiswiss)
    Ich sehe es auch als ein Problem dass die Qualität in der Breite fehlt. Die U21 ist auch nicht mehr so stark wie noch vor ein paar Jahren als man sich regelmässig für die Endrunden qualifiziert. Es fehlt halt auch ein Goolgeter wie das Frei zB. war.
    Im Ausland zu spielen bedeutet noch lange nicht. dass mac für die Nationalmannschaft Stufe die nötige Klasse mitbringt.
    Das Spiel der Schweizer ist häufig zu träge das schnelle Umschaltspiel ist ungenügend. Teilweise fehlt es auch an der Athletik
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    1. Antwort von Fabian Sefolosha  (Fabian Sefolosha)
      Seferovic schiesst beim Club Tor um Tor. Es fehlt eher an Leuten, die ihn richtig einsetzen können.
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    2. Antwort von Hubi G.  (hubiswiss)
      Die portugiesische Liga ist nicht so stark, dazu spielt er im besten Club des Landes.
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    3. Antwort von Silvio Kohler  (lordprong)
      Uns fehlt ein Stürmer wie damals Chapuisat oder Frei. Einer, der den Ball auch mal ins Tor wurstelt und sich unter Druck im Strafraum durchsetzt. Also nicht zwingend einen Filigrantechniker, sondern einen Knipser. Am ehesten sähe ich Embolo in dieser Rolle, aber er müsste dringend den Club wechseln, um wieder an seine Form vor der Verletzung anzuknüpfen. Schalke ist viel zu unruhig für ihn.
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    4. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      Der fehlende Goalgetter ist ein Problem, das man auf allen Stufen beobachten kann. In den vergangenen Jahren wurde die Ausbildung bis weit in den Breitensportbereich stark verbessert. Der Schwerpunkt liegt aber im Spielaufbau und im Verhalten bei Ballverlust. Stürmer werden noch zu wenig systematisch gefördert. Stürmertypen lassen sich oft nicht in Systeme pressen, benötigen Freiheiten und Raum, um ihre Fähigkeiten zur Geltung zu bringen. Hier sind unsere Ausbildungsmodelle noch zu starr.
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