Nati: Mit Präzision zur Trendwende gegen Litauen

Die Schweiz erhält am Samstag gegen Litauen die Chance, den verpatzten Start in die EM-Qualifikation zumindest teilweise zu korrigieren. Gegen die Balten muss sie aber auf mehrere Leistungsträger verzichten und sich punkto Effizienz steigern.

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Interview mit Vladimir Petkovic

2:14 min, vom 14.11.2014

Nach den Auftaktniederlagen gegen England und Slowenien sowie dem darauf folgenden Pflichtsieg gegen San Marino strebt die Schweizer Nati gegen Litauen den zweiten Erfolg in der laufenden Kampagne an. Mit einem Sieg könnte das Team von Vladimir Petkovic die Lücke zu den besser klassierten Slowenen - sofern diese Tabellenführer England unterliegen - sowie den Litauern schliessen und ebenfalls auf 6 Punkte kommen.

Behrami findet klare Worte

Vor dem Heimspiel in St. Gallen spricht Valon Behrami Klartext. «Wir müssen Litauen schlagen, basta», so der Mittelfeldspieler des Hamburger SV. Eine weitere Aussage des Nati-Routiniers überrascht weit mehr, denn dieser fordert von seinen Teamkollegen: «Keiner von uns sollte glauben, wir seien besser, als wir wirklich sind.»

 

Das erst zweite Duell gegen Litauen - nach dem historischen Schweizer 9:0-Sieg an den Olympischen Spielen 1924 – bietet der Nati die Gelegenheit, erstmals unter Petkovic richtig zu überzeugen. Denn ausser gegen den Aussenseiter aus San Marino konnte die Nati seit dem WM-Gruppenspiel gegen Honduras am 25. Juni keinen einzigen Treffer mehr erzielen.

Litauer sind in Form

Ein Selbstläufer dürfte das Duell gegen die Nummer 92 der FIFA-Weltrangliste ohnehin nicht werden. So kassierten die Balten in den letzten 15 Länderspielen nur 14 Gegentore und dabei nie mehr als 2 pro Spiel. Auch bei grossen Mannschaften punkteten die Litauer schon: Im September 2006 gab es in Italien ebenso ein 1:1-Remis wie im März 2003 in Deutschland (beide Male in EM-Qualis).

Petkovic fordert mehr Präzision

Der Schweizer Nationaltrainer erwartet von seiner Mannschaft nochmals eine Leistungssteigerung. «Wir müssen Geduld haben, aber auch von der ersten Minute an versuchen, das Tor zu erzwingen», so Petkovic. Die Favoritenrolle gehöre seiner Mannschaft. «Aber wie immer müssen wir das auf dem Platz zeigen», sagt der Coach und fordert einen Sieg.

Nati vor dem Litauen-Spiel

2:52 min, aus sportaktuell vom 14.11.2014

Mit Schär, Moubandje und Dzemaili

Der Schweiz fehlen mit Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez sowie Philippe Senderos mehrere gestandene Akteure. Zu seinem A-Nati-Debüt kommt auf der linken Aussenverteidigerposition François Moubandje. Etwas überraschend setzt Petkovic zudem auf Blerim Dzemaili im Mittelfeld. Pajtim Kasami, der als Xhaka-Ersatz gehandelt worden war, muss zunächst auf die Bank. In der Innenverteidigung läuft Fabian Schär neben Johan Djourou auf.

Die Aufstellungen:

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Djourou, Schär, Moubandje; Behrami, Inler, Dzemaili; Shaqiri, Seferovic, Mehmedi.
Litauen: Arlauskis; Vaitkunas, Freidgeimas, Kijanskas, Andriuskevicius; Vicius, Zulpa; Novikovas, Chvedukas, Cernych; Matulevicius

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 14.11.14, 18:45 Uhr