Zum Inhalt springen

Header

Video
Rückblick auf den historischen Moment der U17-Nati
Aus Sport-Clip vom 14.11.2019.
abspielen
Inhalt

Schweizer Fussballgeschichte Heute vor 10 Jahren: Die Schweiz wird U17-Weltmeister

Am 15. November 2009 war es soweit – erstmals gewann eine Auswahl des Schweizer Fussballverbandes einen WM-Titel. Wir blicken zurück auf die erfolgreiche Kampagne in Nigeria.

Wer vor der U17-WM 2009 auf die Schweiz gewettet hätte, wäre reich geworden: Experten stuften die Schweiz von 24 teilnehmenden Nationen auf Rang 23 ein.

Doch schon in der Vorrunde tankten die Schützlinge von Dany Ryser mit den Siegen gegen Mexiko und Japan viel Selbstvertrauen. Auch Brasilien mit klingenden Namen wie Neymar oder Coutinho konnte die Schweizer nicht stoppen. Ryser betitelt diesen Sieg heute als eine der Schlüsselpartien. Granit Xhaka und Co. zogen folglich als Gruppensieger in die K.o.-Phase ein.

Nach dem Sieg gegen Brasilien habe ich gespürt: Jeder Einzelne ist überzeugt, dass an diesem Turnier für uns etwas möglich ist.
Autor: Dany Ryser

Der Achtelfinal gegen Deutschland war eine Zitterpartie. Gegen heutige Stars wie Mario Götze, Shkodran Mustafi oder Marc-André ter Stegen zeigte die Schweizer U17-Auswahl eine starke Willensleistung und besiegte den amtierenden Europameister mit 4:3 nach Verlängerung. Die euphorisierten Schweizer zogen acht Tage später nach überzeugenden Leistungen gegen Italien und Kolumbien in den WM-Final ein.

Magische Nacht in Abuja

Dort wartete Gastgeber Nigeria, welcher auf die Unterstützung von 60'000 Fans zählen durfte. Nach ausgeglichener 1. Halbzeit köpfelte Haris Seferovic die Schweizer in der 63. Minute ins Glück. Nach Abpfiff der Partie kannte der Schweizer Jubel keine Grenzen. Es war geschafft – Fussballgeschichte war geschrieben.

Dies war der Weg zum U17-Weltmeistertitel

BegegnungErgebnis
Final
Schweiz - Nigeria1:0
HalbfinalKolumbien - Schweiz0:4
ViertelfinalSchweiz - Italien2:1
AchtelfinalSchweiz - Deutschland4:3 n.V.
GruppenphaseSchweiz - Brasilien1:0
Schweiz - Japan4:3
Mexiko - Schweiz0:2

Vorbereitung als halbe Miete

Wichtiger Baustein des Triumphes war sicherlich die akribische Planung des SFV. Auch der damalige A-Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld schaltete sich im Vorfeld mit ein. So sollten die gewonnenen Erfahrungen in Nigeria helfen, sich für die im darauffolgenden Jahr stattfindende A-WM in Südafrika vorzubereiten. «Es war das erste Mal, dass sich eine Schweizer U-Auswahl auf Augenhöhe mit der A-Nationalmannschaft vorbereiten konnte», meint Ryser.

Wo stehen die Weltmeister von 2009 heute?

Spieler wie Xhaka, Ricardo Rodriguez oder Seferovic sind zu Teamstützen der A-Nati geworden und haben ihr Potenzial im Ausland bewiesen. Andere spielen in der Super League, unter anderem Pajtim Kasami oder Janick Kamber.

Es gibt jedoch auch Spieler, welche den Durchbruch ins Profigeschäft nicht geschafft haben. So haben Kofi Nimeley oder Robin Vecchi ihre Karrieren früh beendet. Vecchi trauert seiner Profikarriere jedoch nicht nach: «Ich habe etwas aus meinem Leben gemacht und ich würde alles nochmals gleich machen.»

Sendebezug: SRF zwei , sportaktuell, 11.11.19, 22:20 Uhr

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Warum wird hier kein Satz über den Ben Kalifa verloren? War einer der in den Himmel gehoben wurde, der glaubte auf ihn habe man überall gewartet und schliesslich hat er eine klassische Bruchlandung hingelegt. Schade. Kam auch von GC und wurde von seinem Umfeld miserabel betreut. Konnte sich auch bei YB nie durchsetzen. Sein Verdienst ist wohl, dass er ein wenig als abschreckendes Beispiel für heutige Talente dienen kann.
  • Kommentar von Serge Mühlematter  (Lautrec)
    Ich würde gerne einmal wissen, woher in der Schweiz Seferovic genau kommt...
    Das wäre wohl mal eine Information, die wir auf SRF noch nie erhalten haben.
    1. Antwort von Jürgen von Känel  (Raiis)
      Wurde schon oft (auch auf SRF ) erwähnt das er aus Sursee kommt. Rufer erwähnt das z.B. relativ oft.
  • Kommentar von Maurus Schüpfer  (Maurus 2.0)
    Das war definitiv eine Sternstunde in der Schweizer Sportgeschichte!
    Kann mich noch erinnern, dass nach diesem Turnier alle U17-Weltmeister aus der GC-Nachwuchsabteilung sofort mit einem Profivertrag ausgestattet wurden.
    @SRF: Kann es sein, dass im 2. Satz des 2. Abschnitts ein Verb fehlt?
    1. Antwort von Redaktion SRF Sport (SRF)
      @Maurus Schüpfer Sie haben natürlich recht. Wir haben den Fehler inzwischen korrigiert. Sportliche Grüsse