Schweizer Gegner: Wie läuft es Frankreich, Albanien und Rumänien?

Die Schweizer EURO-Gruppengegner im Form-Check. Was beschäftigt die Nationalmannschaften von Frankreich, Albanien und Rumänien? Was bedeuten die letzten Testspielresultate?

Frankreich: Nicht nur sportlich offene Fragen

7 Tore schoss die glänzend aufgelegte französische Offensive in den Testspielen gegen die Niederlande und Russland. Das reichte zwar für zwei Siege, die immerhin 4 Gegentore machen aber deutlich, welches Risiko Didier Deschamps mit seiner Taktik eingeht. Die Resultate sind im Moment allerdings fast Nebensache beim EURO-Gastgeber. Am meisten beschäftigt die «Grande Nation» das Thema Sicherheit.

Erstmals seit dem Terroranschlag wurde in Paris am Dienstag wieder ein Länderspiel ausgetragen. Die Zuschauer wurden gleich zweimal abgetastet, die Polizei war im Stadion auch während der Partie gegen Russland allgegenwärtig. Präsident François Hollande ist gewillt das Turnier als «Form der Antwort auf den Hass, auf die Spaltung, auf die Angst, auf den Schrecken» durchzuführen.

Albanien: Euphorie verflogen?

Albanien hinterliess in den beiden letzten Testspielen einen zwiespältigen Eindruck. Gegen die von Marcel Koller trainierten Österreicher kam die erstmals für eine EURO qualifizierte Mannschaft eine Halbzeit lang unter die Räder (0:2). Ermir Lenjani brachte mit seinem Anschlusstreffer die Hoffnung zurück. Es sollte dann aber beim 1:2 bleiben. In der Startaufstellung stand mit Taulant Xhaka «nur» ein Super-League-Kicker.

Gegen Luxemburg mühte sich das Team von Giovanni De Biasi zu einem 2:0-Sieg. Die Tore fielen in der letzten halben Stunde, als Albanien nach einer roten Karte in Überzahl agieren konnte. Einige Schlüsselspieler, wie zum Beispiel Shkelzen Gashi, suchen noch nach der Form der EURO-Qualifikation.

Rumänien: Unschlagbar?

Seit Juni 2014 ist Rumänien ungeschlagen. Oder in anderen Zahlen ausgedrückt: seit 17 Spielen! In dieser Zeitspanne liess der 16. des FIFA-Weltrankings nur gerade 5 Gegentore zu. Das ergibt einen Schnitt von 0,29. Rekordverdächtig. Am vergangenen Mittwoch bezwang Rumänien Litauen mit 1:0. Für mehr Aufsehen sorgte allerdings das 0:0 gegen den amtierenden Europameister Spanien am Sonntag. Dabei stand das Team von Anghel Iordanescu dem Sieg näher.

Rumänien, das am 10. Juni das EURO-Eröffnungsspiel gegen Frankreich bestreiten wird, kommt ohne grosse Namen aus, ist dafür ein perfekt harmonierendes Kollektiv. Einzige Schwäche: In der Offensive fehlt es an individueller Klasse für Überraschungsmomente.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.3.2016, 20:00 Uhr