Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Vor einem Jahr ausgepfiffen Der grosse Abend von Stehauf-Männchen Seferovic

Mit 3 Toren war der Nati-Angreifer der Matchwinner gegen Belgien. Vor einem Jahr sah seine Welt noch ganz anders aus.

Haris Seferovic ist ein Spieler, der polarisiert. Seine Körpersprache ist nicht immer positiv, seine Chancenauswertung hat auch schon zu wünschen übriggelassen.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass er ein Stürmertyp ist, dessen Wert nicht nur an Toren gemessen werden kann. Vielfach verrichtet er in der gegnerischen Hälfte «Drecksarbeit», setzt Verteidiger unter Druck, nagelt Bälle fest, legt für die Teamkollegen auf.

Dreierpack – eine Premiere für Seferovic

In Luzern erlebte Seferovic nun seine Sternstunde im Nati-Dress. 3 Tore in einem Spiel mit der Landesauswahl, das war dem 26-Jährigen noch nie gelungen. Dass der Benfica-Söldner aktuell in Form ist, war bekannt. Dennoch hat wenig auf so eine «Tor-Explosion» hingedeutet.

Das war mein erster Dreierpack. Ich hoffe, es ist nicht der letzte.
Autor: Haris Seferovic

Blenden wir zurück: Vor ziemlich genau einem Jahr bewerkstelligte die Nati mit einem 0:0 im WM-Barrage-Rückspiel gegen Nordirland in Basel die Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland. Statt Beifall hagelte es aber Pfiffe von den Rängen.

Legende: Video November 2017: Piffe gegen Seferovic in Basel abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus sportlive vom 12.11.2017.

Die Schweiz hatte eine schwache Leistung gezeigt – und Seferovic mehrfach im Abschluss gesündigt. Die Pfiffe trafen den Angreifer empfindlich.

Das Vertrauen von Petkovic

Doch Seferovic liess sich nicht unterkriegen und kämpfte sich mit dem nötigen Rückhalt der Teamkollegen und dem Staff zurück. Auch Vladimir Petkovic entzog ihm nie das Vertrauen.

«Das ist nur eine Konsequenz meiner Beobachtungen. Ich sehe in jedem Training und in jedem Spiel, wie wertvoll er für uns ist», so der Nati-Trainer.

Legende: Video Petkovic: «Nicht wegen jedem Fehler zweifeln» abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 18.11.2018.

Nun ist Seferovic auf seinem vorläufigen Zenit angelangt. «Das war mein erster Dreierpack. Ich hoffe, es ist nicht der letzte», freute sich der Innerschweizer, der in Luzern praktisch ein Heimspiel hatte.

Und auch beim Final-Four-Turnier, für das sich die Schweiz nun qualifiziert hat, kann der Benfica-Stürmer auf den Heimvorteil zählen. Schliesslich wird der Event im Juni 2019 in Portugal stattfinden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.2018, 20:05 Uhr.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Dieses Exploit mag ich Seferovic gönnen. Natürlich ärgerte ich mich auch schon darüber, wenn er zu viele Chancen versiebt hat, aber man musste ihm auch in schwachen Momenten immer zugute halten, dass er gekämpft und gerackert hat. Zu so einem Spieler kann ich auch stehen, wenn er mal die von einem Stürmer geforderte Kaltschnäuzigkeit vermissen lässt. Bei Knipsern, die sich vor der "Drecksarbeit" scheuen, rege ich mich wesentlich mehr auf, wenn sie herumstehen und erst noch ihre Chancen vertun.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Klar steht er jetzt als Sieger da und ich bin froh und gönne es ihm auch das er diese Tore gemacht hat. Ich habe aber auch nicht die Chancen vergessen die er in seiner Karriere (Nati und Club) hat liegen lassen. Da waren z.B in der BuLi schon einige Dinger darunter.. So viel Kritik sollte man neben der Euphorie schon noch üben dürfen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hermann Bührer  (Hermi)
    Gerd Müller 62Lsp. 65tore!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      Chapuisat: 103/21, Shaqiri: 76/22, Seferovic: 59/17. Ihr Vergleich hinkt und entspricht Ihrer Rechtschreibung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen