Das Jahr 2026 hätte für den FC St. Gallen so gut beginnen können. Die Ostschweizer führten in den Partien gegen Servette und Luzern jeweils mit 2:0, standen aber danach trotzdem mit (fast) leeren Händen da. Vor einer Woche verlor St. Gallen gegen die Genfer noch mit 2:4, am Sonntag kassierten die Espen in Luzern in der 95. Minute den 2:2-Ausgleich. Es sind fünf verlorene Punkte, die St. Gallen im Meisterrennen empfindlich zurückgeworfen haben.
Im Kampf um den Cuptitel ist das Team von Trainer Enrico Maassen indes noch mit von der Partie. Am Mittwoch geht es im Viertelfinal gegen den amtierenden Double-Gewinner Basel. Zeit also, das Ruder herumzureissen.
Gibt's wieder ein Penaltyschiessen?
Maassen und sein Team haben die ärgerliche Partie gegen Luzern schnell abgehakt und das Spiel gegen Basel in den Fokus gerückt. «Es ist ärgerlich, wenn der Ausgleich in der 95. Minute fällt. Wir haben das Spiel analysiert. Es wäre möglich gewesen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen», so Maassen im Rückblick.
Das Spiel gegen Basel habe sich sein Team «hart erarbeitet». Tatsächlich musste St. Gallen für die Viertelfinalqualifikation zweimal Überstunden leisten. Sowohl in der 2. Runde gegen Wil als auch im Achtelfinal gegen Rapperswil-Jona fiel die Entscheidung erst im Penaltyschiessen. «Jetzt spielen wir gegen den amtierenden Meister und Cupsieger. Wir sind heiss auf das Spiel.»
Watkowiaks gute Erinnerung
Selbiges trifft auch auf Lukas Watkowiak zu. Der Deutsche steht in seiner sechsten Saison bei «Grün-Weiss» unter Vertrag, kam seither aber gerade einmal in neun Super-League-Spielen zum Einsatz. Der Ersatztorhüter erhält in St. Gallen dafür im Cup stets den Vorzug gegenüber Stammgoalie Lawrence Ati Zigi. In St. Gallen setzt man diese Taktik konsequent um. So hütete Watkowiak auch im Final vor vier Jahren gegen Lugano das Tor.
Es ist davon auszugehen, dass Watkowiak auch gegen Basel im Tor stehen wird. «Im ausverkauften Kybunpark gegen den Cupsieger und Meister. Es gibt kein geileres Spiel», so der 29-Jährige voller Vorfreude. «Wir haben bewiesen, dass wir Basel zu Hause schlagen können.»
Das bislang einzige Duell im Stadion der St. Galler in dieser Saison entschieden die Ostschweizer für sich. Am 1. Spieltag schlug die Maassen-Equipe den Meister mit 2:1. Im Tor der St. Galler stand Watkowiak, der sich nur von Mitspieler Lukas Görtler hatte bezwingen lassen müssen.