Die Generalprobe für den Cupfinal war Stade Lausanne-Ouchy 9 Tage vor dem grossen Spiel schon einmal geglückt: Im Schatten des Aufstiegsduells zwischen Vaduz und Aarau sahen auf der Pontaise 642 Zuschauende, wie SLO mit einem 2:1-Sieg im Prestigeduell über Xamax Rang 4 verteidigte. Cupfinal-Gegner St. Gallen liess die Super-League-Saison zwei Tage später ohne etliche Stammspieler und mit einem 1:1 bei Meister Thun ausklingen.
Vogt + Boukhalfa = 32 Tore
Die Favoritenrolle liegt fraglos bei den Ostschweizern. Nicht zuletzt dank Topskorer Alessandro Vogt (18 Tore in 40 Spielen) und Carlo Boukhalfa (14 Tore in 41 Spielen). «Sie verfügen über physisch starke Spieler», räumt Stade Lausannes Trainer Dalibor Stevanovic im Vorfeld der Partie ein.
Ein Rezept hat der SLO-Trainer dennoch zur Hand: ««Wir bereiten uns darauf vor, das Pressing, das sie zu Spielbeginn ausüben, zu umgehen», erklärt Stevanovic vor dem ersten Cupfinal der Vereinsgeschichte. «Um zu gewinnen, benötigen wir grosse defensive Stabilität.» Die Waadtländer könnten nach dem FC Sion im Jahr 2006 erst der zweite unterklassige Klub werden, der den Wettbewerb gewinnt.
«Wir haben keine Angst»
Trotz der Offensiv-Dampfwalze des Super-League-Klubs gibt sich der slowenische Trainer zuversichtlich: «Wir haben ein gutes Team, das zugleich auch über starke Individualisten verfügt.» Tatsächlich kann Stevanovic auf die gute Form von Vasco Tritten zählen, der sowohl im Halbfinal gegen GC als auch in den letzten drei Runden der Challenge League traf.
Ihr Weg im Schweizer Cup spricht ebenfalls für die Waadtländer. In den letzten drei Runden trafen sie jedes Mal auf ein Team aus der Super League und gingen gegen Winterthur, Luzern und Mitte April schliesslich gegen die Grasshoppers als Sieger vom Platz. «Wir haben keine Angst», bekräftigt Stevanovic.