GC ist zwar Rekordcupsieger, gegen die Cup-Spezialisten aus Sion aber gab es für die Zürcher in diesem Wettbewerb wenig zu holen. 1989 setzte man sich im Halbfinal nach Penaltyschiessen letztmals gegen die Walliser durch (und holte anschliessend den Titel). In den vier Cup-Begegnungen seither behielt Sion das bessere Ende für sich. Zuletzt vor zweieinhalb Jahren in der 2. Hauptrunde, als sich der damalige Challenge-League-Vertreter im Tourbillon gleich mit 3:0 durchsetzte.
Vier Partien gegen Sion ohne Sieg gab es für die «Hoppers» auch in der Meisterschaft. Beide bisherigen Saisonduelle endeten 1:0 zugunsten des Teams von Didier Tholot. Und dass der Gegner vom Dienstagabend im Cup für gewöhnlich noch etwas motivierter ist, weiss auch Gerald Scheiblehner. «Es ist bekannt, dass im Kanton Wallis eine grosse Cup-Tradition besteht. Wir wissen, was das für Sion bedeutet. Da müssen wir dagegenhalten», sagt der GC-Trainer.
Zuversicht zieht der Österreicher aus der Tatsache, dass im heimischen Letzigrund gespielt wird. Scheiblehner sieht den Cup als willkommene Abwechslung zum Abstiegskampf in der Super League. Für einmal trete man nicht mit dem Messer am Hals an: «Wir haben die grosse Chance, etwas wirklich Grossartiges zu erreichen. Es hat gleichzeitig nicht die ganz grossen Konsequenzen, wenn es nicht klappt. Die Qualifikation für den Halbfinal wäre schon etwas Besonderes», sagt er.
Er wird von Spiel zu Spiel sicher noch besser.
Mit zwei 1:1-Unentschieden nach Rückständen gegen Lausanne und Lugano hat GC in den letzten Partien Moral getankt. Möglich ist, dass Amir Abrashi nach überstandener Verletzung erstmals wieder zu einem Teileinsatz kommt. «Wichtig ist, dass er es sich körperlich und mental zutraut. Wenn es der Spielverlauf verlangt, würde ich ihn mit einem guten Gefühl einwechseln», meint Scheiblehner.
Sturmtank Frey als Trumpf?
Hoffnungen setzt er auch in Neuzugang Michael Frey, der sich mit guten Trainingseindrücken sofort für die Startelf gegen Lugano aufdrängte. «Er hat sich sehr gut präsentiert. Man hat das Gefühl, dass er gut in die Mannschaft reinpasst. Er wird von Spiel zu Spiel sicher noch besser.»
Für einen Cupfight scheint der bullige Stürmer wie geschaffen. Und wie man die Trophäe holt, weiss Frey auch – 2018 wurde er mit Stadtrivale FCZ Cupsieger.