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Noch wartet die Nati 2016 auf den ersten Erfolg. Nach 3 Niederlagen in Folge muss ein Sieg her. Gegen die Nummer 159 der Weltrangliste wäre alles andere auch eine Blamage.
Moldawien und der Vergleich mit Rumänien
Nati-Trainer Petkovic fordert dennoch den gebührenden Respekt vor dem Gegner. Das vom Russen Igor Dobrowolski (Ex-Servette) trainierte Moldawien habe zuletzt gegen Kroatien immerhin nur mit 0:1 verloren. «Sie sind gut organisiert und wissen, wie das Verteidigen geht.» Auf die Frage, warum man einen eher leichten letzten Test-Gegner ausgesucht habe, antwortete Petkovic an der Medienkonferenz am Donnerstag: «Ihre Mentalität ist ähnlich wie jene von Rumänien.» Der erste Gruppengegner in Frankreich heisst aber Albanien.
Ich weiss noch nicht, wer gegen Albanien spielen wird.
«Ich weiss noch nicht, wer gegen Albanien spielen wird. Gegen Moldawien werden die Besten spielen, die gesund und spielfähig sind.» Die Startelf am Freitag sei nicht zwangsläufig jene, die er am 11. Juni aufs Feld schicken werde, meinte Petkovic.
Djourou und Hitz fraglich
Nicht zum Einsatz kommen wird der gesperrte Haris Seferovic. Im Sturm dürfte (wie schon gegen Belgien) Eren Derdiyok von Beginn an spielen. In der Offensive wäre aber auch Breel Embolo eine Variante. Er sei auf gutem Weg, spüre nichts mehr von seiner Verletzung an der Patellasehne, so Petkovic. «Er kann vorne alle 4 Positionen besetzen, und ich will bewegliche Stürmer», strich er heraus.
Noch offen ist, ob Johan Djourou fit ist. Der Abwehrpatron musste das Abschlusstraining abbrechen. Ersatzgoalie Marwin Hitz kämpft seinerseits mit Unwohlsein, nachdem er einen Schuss an den Kopf erhielt.
Es gibt auch Leute, die mich nicht verstehen wollen, wenn ich Deutsch rede.
Entspannter Petkovic mit Seitenhieb
Petkovic gab sich im Hinblick auf seine erste Endrunde als Trainer betont entspannt. Mit einem «Grüezi» begrüsste er die Medienschaffenden, um danach wie zuletzt praktisch ausschliesslich auf Italienisch fortzufahren. «Es gibt Leute, die mich auch nicht verstehen wollen, wenn ich Deutsch rede», verteilte er einen Seitenhieb an seine Kritiker.
Angespannt wirkte der 52-Jährige aber nicht. Sehr zufrieden sei er mit der Homogenität des Teams, meinte er. «Die Ambiance ist unglaublich positiv», pflichtete Valon Behrami bei. Wie wichtig die Partie gegen Moldawien wird, ist aber auch ihm bewusst. Es sei die letzte Chance, um Vertrauen zu tanken.
Mögliche Aufstellung Schweiz:
Sommer; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez; Behrami, Xhaka, Dzemaili; Shaqiri, Derdiyok, Mehmedi.
Sendebezug: Laufende (Vor-)Berichterstattung zur EURO