Zum Inhalt springen

Header

Audio
Huggel über Kuhn: «Hatten eine tolle Symbiose»
abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Inhalt

Stimmen zum Tod von Köbi Kuhn Huggel: «Kuhn hat sein Team immer als Familie betrachtet»

Die Fussball-Schweiz ist nach dem Tod von Köbi Kuhn in tiefer Trauer. Frühere Weggefährten blicken zurück.

«Oh nein!», sei seine erste Reaktion auf den Tod von Köbi Kuhn gewesen, erzählt SRF-Experte Beni Huggel. Die traurige Nachricht sei nach der langen Krankheit des früheren Nati-Trainers zwar nicht total überraschend gekommen, habe ihn aber dennoch erschüttert. Huggel feierte im Nationalteam sein Debüt unter Kuhn.

«Seine Art, mit der Mannschaft umzugehen, war besonders», erinnert sich Huggel. «Er hat immer von einer ‹Familie› geredet.» Kuhn sei sehr authentisch gewesen, mit feinem Humor gesegnet. Er habe sein Team stets «an der langen Leine» gelassen. «Er wusste, dass er sich auf uns verlassen kann – eine tolle Symbiose.»

Thurnheer: «Fast wie ein General»

«Kuhn war der Überfussballer seiner Generation, der überragende Mittelfeldstratege beim FCZ und in der Schweizer Nati», erinnert sich der frühere SRF-Kommentator Beni Thurnheer. «Als Trainer war er fast wie ein General in der Schweizer Armee. Mit seinem Erfolg waren sein Ansehen und Prestige kaum mehr aufzuhalten.»

Video
Thurnheer: «Kuhn machte sein Hobby zum Beruf»
Aus Sport-Clip vom 26.11.2019.
abspielen

Die weiteren Reaktionen auf Kuhns Tod:

  • «Wir sind sehr traurig», liess sich Ancillo Canepa zitieren, Präsident von Kuhns Herzensklub FC Zürich. Gemeinsam mit seiner Frau Heliane hatte er Kuhn vor wenigen Wochen noch im Spital besucht. «Wir hofften, dass er sich bald wieder erholen würde. Er machte auf uns einen so zuversichtlichen Eindruck», schrieb Canepa auf der Klubwebsite. Kuhn sei Canepas «fussballerisches Idol» gewesen.
  • «In bin sehr betroffen und traurig», sagte Alex Frei, der unter Kuhn sowohl in der U21 als auch im A-Nationalteam zum Einsatz kam, gegenüber Blick. «Er war eine sehr wichtige Bezugsperson in meinem ganzen Fussballerleben. Man hat einen Engel geschickt und bekommt einen Engel zurück.»
  • Nati-Captain Stephan Lichtsteiner bezeichnete Kuhn als «stets angenehmen Trainer. Es hat sehr Spass gemacht, unter ihm zu trainieren und zu spielen», erklärte der 35-Jährige.
  • Gökhan Inler, einst ebenfalls Captain des Nationalteams, schrieb: «Sie sind der Grund, wieso ich die Chance bekommen habe, erfolgreich für die Schweizer A-Nationalmannschaft Fussball spielen zu dürfen. Für das werde ich Ihnen immer dankbar sein!»

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 26.11.2019, 18:00 Uhr