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Spycher: «Haben eine negative Leistungstendenz festgestellt»
Aus Sport-Clip vom 08.03.2022.
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Bisheriger Assistent übernimmt Neue Impulse sind gefragt: YB stellt Wagner frei

  • Nach der 25. Runde der Super League zieht Meister YB die Reissleine.
  • Der zum Saisonbeginn gekommene Cheftrainer David Wagner wird beim Tabellenzweiten per sofort freigestellt.
  • Der bisherige Assistent Matteo Vanetta trägt bis zum Saisonende die Verantwortung fürs Fanionteam.

Nach einer ausführlichen Analyse der Situation hat die sportliche Leitung der Young Boys am Montag auf die unbefriedigend angelaufene Rückrunde reagiert. Die Hauptstädter stellen Cheftrainer David Wagner per sofort frei.

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Wagner am Samstag nach dem 2:2 gegen Luzern: «Normal, dass ich kritisiert werde»
Aus Sport-Clip vom 05.03.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 10 Sekunden.

«Wir haben eine Auslegeordnung vorgenommen und sind auch im gemeinsamen Gespräch zum Schluss gekommen, dass die Mannschaft neue Impulse braucht. Nach den letzten Spielen haben wir den Glauben daran verloren, dass uns die Kehrtwende in dieser Konstellation gelingen würde», lässt sich Sportchef Christoph Spycher zitieren. Der Verantwortliche betont, dass die Zusammenarbeit mit Wagner bis zum letzten Tag «sehr offen, professionell und menschlich herausragend» verlaufen sei.

YB, das zuletzt 4 Mal in Serie den Schweizer Meistertitel erringen konnte, hat nach der 25. Runde bereits 15 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Zürich. Der Tabellenzweite verlor ebenso wie das punktgleiche Basel den Titel längst aus den Augen. In der Winterpause hatte der Rückstand auf den Erstplatzierten noch 8 Zähler betragen.

Nach den CL-Sternen im Kriechgang

Der scheidende Coach sagt, dass ihn das bittere Ende bei Gelb-Schwarz traurig mache. «Es ist natürlich nicht das, was ich mir erwünscht habe. Aber ich habe Verständnis für den Entscheid», so der 50-Jährige.

Leider sind die Resultate und Leistungen in der Meisterschaft nicht so ausgefallen, dass wir unsere eigenen Ansprüche erfüllt hätten.
Autor: David Wagner Der selbstkritische scheidende Cheftrainer

Der Deutsche war erst im letzten Sommer als Nachfolger von Gerardo Seoane, der nach 3 erfolgreichen Jahren zu Leverkusen weitergezogen war, installiert worden. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte er die Young Boys in die Champions League geführt. Doch auf nationalem Parkett blieb der Meister – auch wegen grossen Verletzungssorgen – einiges schuldig. Wagner dazu: «Leider sind die Resultate und Leistungen in der Meisterschaft nicht so ausgefallen, dass wir unsere eigenen Ansprüche erfüllt hätten.»

Matteo Vanetta und David Wagner im Gespräch.
Legende: Kein Gespann bei YB mehr Matteo Vanetta (links) rückt in der Trainer-Hierarchie auf, derweil muss David Wagner seinen Posten räumen. Keystone

Vanetta steigt intern auf

Bis Ende Saison werden die Berner von Matteo Vanetta, der bislang als Assistent an der Seitenlinie stand, geführt. Der Tessiner war im Jahr 2017 als Trainer für die Defensive zum YB-Nachwuchs gestossen, seit Sommer 2018 gehört er dem Staff der 1. Mannschaft an.

Zuvor hatte der 43-Jährige während vielen Jahren im Nachwuchs des Schweizerischen Fussballverbands gearbeitet, bei Servette und im Team Ticino. Als Aktiver brachte es Vanetta für die Schweizer U21-Nationalmannschaft auf 13 Länderspiele.

SRF zwei, Super-League-Highlights, 06.03.2022 19:00 Uhr;

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107 Kommentare

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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Sind es nun noch mehr als zwei Teams, welche denselben Cheftrainer wie zu Beginn der Saison haben? Haben tatsächlich nur Geiger und der potentielle Meister-Coach „überlebt“?
    Dieser David Wagner passte nicht zu YB. Meistens kann ich Geschriebenes begründen, dieses Mal nicht. War schlicht mein Bauchgefühl von Beginn an. Dass er die Saison nicht bleiben konnte, überrascht mich dennoch. Kontinuität ist im Fussball absolute Mangelware. Schade! Die Qualität würde steigen. Garantiert!
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Sankt Gallen - vorbildlich!
  • Kommentar von Dani Aeppli  (Dani Aeppli)
    Für mich ist YB jetzt wieder da, wo es vor diesen 4 Meistertiteln etwa 30 Jahre war. YB ist Geschichte!
    1. Antwort von Roland Schneider  (looser)
      YB macht im Moment einen recht unstabilen Eindruck. Gute und schlechte Spiele wechseln sich wie wild ab, wobei die schlechten, uninspirierten Spiele immer häufiger wurden. Trotzdem hoffe ich, dass sie nicht Recht haben, Herr Aeppli. Bald werden wir es wissen….
    2. Antwort von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
      YB wird es noch geben, da ist der Aeppli mit seinen immer wiederkehrenden Beiträgen längst Geschichte.
    3. Antwort von Domi Torres  (DT9)
      Ach Aeppli, der YB-Hass muss so tief sein, das ist schon fast bedauernswert. Ihre Kommentare sind entweder unlogisch oder Sie verbreiten Unwahrheiten. So bitter muss das sein.
    4. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      Herr Aeppli, träumen dürfen Sie dies selbstverständlich...
  • Kommentar von Marco Murbach  (Marco66)
    Es ist immer das gleiche, da hat ein Verein ein paar mal die SM gewonnen, dann haben alle das Gefühl, dass es immer so weiter geht. Dann wird noch etwas Kasse gemacht, die Leistung nimmt ab, weil das Team nicht mehr das selbe ist, dass die SM Titel geholt hat und dann ist auf einmal der Trainer das Problem? Dann wird auch noch ausgeblendet, dass es noch andere Teams gibt die auch Fussball spielen können. Ich hoffe sehr, dass der FCZ Meister wird, sie sind das Team der Stunde und haben’s verdient