Es war eine veritable Klatsche, die der FC Zürich vor einer Woche gegen den Thun erlitten hatte. Vor Heimpublikum wurden die Zürcher vom Aufsteiger mit 0:4 abgewatscht. Zu allem Übel flog auch noch Neuzugang Philippe Keny bei seinem ersten Spiel im FCZ-Trikot vom Platz.
Im Derby gegen Winterthur bietet sich dem FCZ am Samstag auf der Schützenwiese Gelegenheit zur Rehabilitation. Die Woche sei nicht einfach gewesen, gibt Trainer Mitchell van der Gaag zu. «Alle gehen anders mit solch einer Niederlage um, aber die Arbeit muss gemacht werden.»
Winterthur im Tief
Gegen Thun war der FCZ äusserst anfällig auf Gegenstösse. «Wir haben eine schmerzhafte Lektion in Konterfussball erhalten. Darauf müssen wir unser Augenmerk noch mehr legen. Wenn andere Teams das sehen, werden sie das Gleiche versuchen», warnt van der Gaag. Mit Winterthur wartet am Samstag wohl tatsächlich erneut ein Gegner, der den Ball mehrheitlich den Gästen überlassen wird.
Auch die «Eulachstädter» sind mit zwei Punkten aus vier Partien mehr schlecht als recht aus den Startlöchern gekommen. Umso grösser ist der Druck aufseiten des FCZ. «Wir sind im Stolz verletzt und können uns nicht verstecken», sagt der Trainer. Es werde kein einfaches Spiel, schliesslich habe Winterthur gegen GC Comeback-Qualitäten bewiesen. Ist ein Sieg trotzdem Pflicht? «Das ist er immer.»
Tsawa als Ausnahme
Die kritischen Augen werden in Winterthur auch auf die Aufstellung gerichtet werden. Hat der FCZ im Sommer noch gross verkündet, auf die eigenen Jungen zu setzen und Profiverträge am Laufmeter verteilt, setzte van der Gaag zuletzt mit Ausnahme von Cheveyo Tsawa auf die erfahreneren Neuzugänge aus dem Ausland.
Tsawa mache einen guten Job und dürfe weiter mit Einsätzen rechnen, erklärt der Niederländer. Auch für die anderen Youngster sei der Zug selbstredend noch nicht abgefahren. «Die Jungen trainieren mit uns und werden ihre Chancen erhalten.»