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Entscheid um personalisierte Tickets in Fussball-Stadien vertagt
Aus Sport-Clip vom 10.12.2021.
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Entscheidung vertagt Personalisierte Tickets werden vertieft geprüft

  • Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) und die zuständige Bewilligungsbehörde haben bei einer virtuellen Tagung am Freitag eine Entscheidung über personalisierte Tickets im Schweizer Fussball vertagt.
  • Ab der neuen Saison hätten personalisierte Tickets und eine ID-Kontrolle eingeführt werden sollen.
  • Aufgrund des Widerstands der Swiss Football League (SFL) will die Bewilligungsbehörde erst gemeinsam ein Umsetzungskonzept festlegen.
  • Die definitive Entscheidung dürfte frühestens in einem halben Jahr fallen.

Die Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone und Städte haben am Freitag die Zielsetzung formuliert, für den Zutritt zu Spielen der Super League personalisierte Tickets und einen Abgleich zwischen den Identitätsausweisen und der HOOGAN-Datenbank einzuführen. Damit sollen Personen mit Stadion- und Rayonverboten von Spielbesuchen abgehalten und die Strafverfolgung bei gewalttätigen Vorfällen in den Stadien erleichtert werden.

Die Details sollen zusammen mit den involvierten Partnern in einem Umsetzungskonzept festgelegt werden. Der definitive Entscheid wird erst gefällt, wenn dieses vorliegt. Dies dürfte eher länger als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

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Bald personalisierte Tickets für Fussballspiele?
Aus 10 vor 10 vom 09.12.2021.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 35 Sekunden.

Der SFL entgegengekommen

Die Bewilligungsbehörden fällten ihren Entscheid unter dem Eindruck schwerer Gewaltvorfälle, die sich in den letzten Jahren ereignet haben. Sowohl die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD), die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) als auch Bundesrätin Viola Amherd sprechen sich für die Einführung personalisierter Tickets aus.

Die Vertreter der Swiss Football League (SFL) und die Klubs haben den Entscheid kritisiert und gefordert, dass ein Umsetzungskonzept erarbeitet werden soll, bevor ein Entscheid zur Einführung personalisierter Tickets getroffen wird. Diesen Bedenken tragen die Bewilligungsbehörden Rechnung, indem der definitive Entscheid erst getroffen werden soll, wenn das Umsetzungskonzept vorliegt.

Keine Ausweitung auf Eishockey

Auf eine Einführung personalisierter Tickets auch in der Challenge League und in den beiden obersten Spielklassen im Eishockey soll vorerst verzichtet werden. Nach ersten Erfahrungen in der Super League soll aber das Gespräch unter den zuständigen Bewilligungsbehörden aufgenommen werden.

SRF 1, 10vor10, 09.12.21, 09:50 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Die nach absoluter Sicherheit schreienden "Wutbürger" müssen sich im klaren sein, dass personalisierte Tickets das (Schein)Problem nicht lösen. Als regelmässiger Satdiongänger weiss ich, dass im Schweizer Fussball kein Gewaltproblem herrscht. Die Kurvenfans sind eine wichtige Essenz im Fussball, ohne sie ist der Fussball tot. Pyros gehören zum Fussball. Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem. Das Fussballstadion, als befriedeter Ponyhof, ist eine naive Vorstellung und nicht realistisch.
  • Kommentar von Andreas Kissling  (aendu77)
    Wenn sich die SFL dagegen wehrt, heisst das für mich nichts anderes, als dass sie die Gewalt in den Stadien dulden. Setzt das um, der Aufschrei derer, die für die Gewalt verantwortlich sind, wird nur kurz sein.
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Eine oft gestellte, aber noch nie beantwortete Frage: Wo liegt das Problem mit personalisierten Tickets?....;-))
    1. Antwort von Friedrich Stowasser  (H.B.)
      Das frage ich mich schon lange...
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Lesen sie https://www.suedkurve.ch/aktuell/nein-zu-personalisierten-tickets/ das Statement der Schweizer Fankurven. Über meinen Sohn habe ich Einblick in die Südkurve und weiss, dass man da entschieden gegen Gewalt und andere Exzesse ist und auch dagegen vorgeht. Das proletenhafte und unreflektierte Schreien nach Nulltoleranz bezüglich Gewalt im und rund um den Fussball ist absurd. Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen und muss auch da gelöst werden.