Lediglich eine Woche nach dem WM-Final in den USA ist die Super League wieder losgegangen. 19 Tore fielen in den 6 Auftakt-Partien. Am meisten Treffer bekamen die Fans im Wankdorf zu sehen, wo YB mit einem 4:2-Erfolg gegen Sion in die Spielzeit startete.
Ebenfalls obenauf sind bereits wieder Meister Thun (3:1 in Luzern) und Cupsieger St. Gallen (2:1 gegen den FCZ): die beiden Top-Teams der vergangenen Saison, die zudem unter der Woche erfolgreich im Europacup im Einsatz standen. Genau wie Vaduz. Anders als in der Conference-League-Quali musste sich der Aufsteiger im 1. Super-League-Spiel seit 5 Jahren aber geschlagen geben (1:2 in Lugano).
- Standards als gefährliche Waffe
Besonders augenfällig in den genannten 4 Partien: Viele Tore fielen nach Standard-Situationen wie Eckball oder Freistoss.
Thun drehte das Spiel in Luzern dank «meisterlichen» Standards. Jeweils nach einem Freistoss trafen Marc Gutbub (51.) und Nicolas Bürgy (84.) zum 2:1 respektive 3:1. Und: Schon Thuns 1:1 von Nico Maier (8.) war nach einem Einwurf gefallen.
Auch St. Gallen feierte im Sitterstadion einen Comeback-Sieg gegen den FC Zürich unter anderem dank einem erfolgreichen Eckball. Captain Lukas Görtler knallte eine Corner-Vorlage von Lukas Daschner zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Netz.
Bei Luganos 2:1-Triumph über Vaduz resultierten sogar beide Tessiner Tore nach einer Ecke. Antonios Papadopoulos erzielte im Anschluss an einen Eckball das 1:0 (29.) – das 1. Super-League-Tor in der neuen AIL Arena. 8 Minuten später nickte Lukas Mai eine Corner-Flanke von Renato Steffen zum 2:0 ein.
Eckbälle spielten auch eine entscheidende Rolle zwischen YB und Sion. Lewin Blum traf in der Folge einer Ecke zum 1:0 für die Berner (22.). Das wichtige 3:2 auf dem Weg zum 4:2-Sieg realisierte Samuel Essende in der 66. Minute nach einem Corner von Kastriot Imeri.
Apropos Blum und Imeri: Spannend, dass gerade die beiden Leih-Rückkehrer – Blum war in Belgien, Imeri bekanntlich in Thun – massgeblich am YB-Sieg beteiligt waren. Es ist noch nicht ganz klar, ob sie eine Zukunft in Bern haben. Doch dank solchen Leistungen besitzen sie gute Argumente.
- Haufenweise Premieren-Torschützen
Ebenfalls auffällig am 1. Super-League-Spieltag: Zahlreiche Spieler konnten ihr 1. Erfolgserlebnis in der höchsten Schweizer Liga bejubeln. Dazu zählen die Thuner Maier und Gutbub, Lausannes Offensiv-Talent Ibrahim Bah Mendes, der junge GC-Stürmer Samuele Bengondo (Sohn von Ex-Aarau-Angreifer Patrick Bengondo), Luganos Innenverteidiger Mai sowie Lutfi Dalipi, die YB-Leihgabe an Vaduz.
- 5 Mal die 1
Wie abwechslungsreich die 1. Super-League-Runde war, verdeutlicht auch folgende Statistik: Es gab mit Essende 1 Doppeltorschützen; es wurde 1 Mal zu null gespielt (Basel siegte 1:0 in Genf); es gab 1 Remis (zwischen Lausanne-Sport und GC); es gab 1 rote Karte (Vaduz-Goalie Leon Schaffran) und es gab sogar 1 Spiel ohne jegliche Karten (Servette gegen Basel).