- Meister Thun gewinnt zum Saisonauftakt mit 3:1 beim FC Luzern.
- Nach einem Gegentor in der 2. Minute drehen die Berner Oberländer das Spiel noch.
- In den weiteren Partien vom 1. Spieltag kommt Basel in Genf zu einem 1:0-Sieg, Lausanne und GC trennen sich 1:1.
Wiedersehen macht Freude – sagt man. Doch diese Binsenwahrheit dürfte Leonardo Bertone so nicht unterschreiben. Denn wenige Wochen nach seinem überraschenden Wechsel von Thun nach Luzern unterlag der 32-Jährige mit seinen neuen Farben seiner alten Liebe.
Und dies, obwohl der Start ins Spiel aus seiner Sicht nicht besser hätte verlaufen können: Schon nach wenigen Sekunden durfte Luzern einen Freistoss treten, an deren Ende Ivan Knezevic den Ball aus kurzer Distanz ins Thuner Tor bugsieren konnte. 66 Sekunden war zu diesem Zeitpunkt erst gespielt und Neo-Coach Udo Portmann durfte bereits ein erstes Mal jubeln.
Standards entscheiden das Spiel
Doch auch unter der Führung des neuen Trainers Gian-Luca Privitelli zeigte Thun jene Qualitäten, die das Team schon im Meisterjahr ausgezeichnet hatten: kompaktes Verteidigen, schnelles Umschalten und hohe Effizienz im Abschluss.
Vor allem bei den eigenen Standards zeigte sich der FCT meisterlich:
- 8. Minute: Nach einem Einwurf kommt Nico Maier bei seiner Feuertaufe zum Abschluss. Der 26-Jährige trifft den Ball mit seinem schwächeren Fuss direkt aus der Luft und gleicht prompt aus.
- 51. Minute: Einen Freistoss von der linken Seite kann der FCL nicht klären. Der Schuss von Nicolas Bürgy wird noch entscheidend von Marc Gutbub abgelenkt – die Wende ist mit dem 2:1 perfekt.
- 84. Minute: Diesmal segelt der Freistoss von rechts in den Strafraum. Das Resultat ist dasselbe: Der Ball landet nach einem Kopfball von Bürgy im Luzerner Tor.
Der Sieg der Gäste war unter dem Strich verdient. Zwar verzeichnete der FCL mehr Schüsse auf das Tor von Niklas Steffen und war vor allem nach dem Pausentee das aktivere Team. Doch anders als der Meister offenbarten die «Leuchten» eklatante Mängel in der Chancenverwertung. Einmal scheiterte Lucas Ferreira aus kürzester Distanz an Steffen (49.), ein anderes Mal wurde eine vielversprechende Kontersituation (5 gegen 2) zu ungenau zu Ende gespielt (72.).
So grüsst Thun schon nach seinem ersten Spiel wieder von dort, wo man die letzte Saison abgeschlossen hatte: von ganz oben. Und dies, obwohl der FCT im Hinblick auf das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation in Zagreb nicht die stärkste Elf aufgeboten hatte.
So geht es weiter
Für Thun gehen die englischen Wochen zu Saisonbeginn weiter: Schon am Dienstag gastiert der Schweizer Meister im Rückspiel der CL-Quali bei Dinamo Zagreb. In der Super League empfängt man kommenden Samstag YB zum Derby. Luzern reist in einer Woche ins Wallis zum Duell mit dem FC Sion.