Nach einer Saison zum Vergessen mit dem enttäuschenden 5. Schlussrang gilt es beim FC Basel, positiv nach vorne zu schauen. Gänzlich unbelastet scheinen die Basler gleichwohl nicht in die neue Spielzeit starten zu können. Trainer Stephan Lichtsteiner gilt, trotz einem Bekenntnis von Verwaltungsratspräsident David Degen, als angezählt. Der 42-Jährige muss gleich ab dem 1. Spieltag liefern – und das mit einer ziemlich umgekrempelten Mannschaft.
0:3 gegen YB, 1:3 gegen St. Gallen und 0:4 gegen Lugano: So lauten die letzten Pflichtspiel-Resultate des FCB unter Lichtsteiner. Der Adligenswiler gewann von 19 Partien nur deren 6 und holte im Schnitt lediglich 1,05 Punkte – eine desaströse Bilanz. Zumindest stehen Lichtsteiner neu zwei Personen zur Seite, die ebenfalls eine Vergangenheit in der Zentralschweiz haben: Mario Cantaluppi als Co-Trainer und Valentin Stocker als Sportlicher Leiter.
FCB gemäss Lichtsteiner gut aufgestellt
Während Lichtsteiner bei der Medienkonferenz anlässlich der neuen Saison von einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit Stocker sprach, hob der Sportliche Leiter Lichtsteiners Arbeitsethos hervor: «Das Akribische, das er schon als Spieler mitbrachte, bringt er nun auch als Trainer mit», sagte Stocker über seinen ehemaligen Nati-Teamkollegen (27 gemeinsame Spiele).
Als Leiter Sport fallen auch Vertragsangelegenheiten mit (neuen) Spielern in den Kompetenzbereich Stockers. Nicht weniger als 8 externe Neuzugänge konnte der FC Basel in diesem Transferfenster bis anhin präsentieren. Lichtsteiner zeigte sich glücklich mit dem Kader: «Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, wie sie bisher zusammengesetzt ist. Diese Mannschaft ist bereit, die Ziele zu erreichen, die wir uns stecken.»
Europacup-Plätze anvisieren
Klares Ziel für den FCB muss es sein, wieder in die europäischen Plätze vorzustossen. Eine Mehrfachbelastung durch den Europacup fällt diese Saison weg – was ein Vorteil sein kann. Künftig soll es aber wieder anders werden: «Unser Saisonziel ist das Erreichen der europäischen Plätze, von da an kann man dann auch träumen», erklärte Lichtsteiner. Ein guter Start in die Saison sei dafür von grosser Wichtigkeit.
Ein positiver Saisonbeginn kann auch den zuletzt negativen Strömungen rund um den FC Basel entgegenwirken – wobei die Stimmung dank einigen Teamevents gemäss Lichtsteiner schon besser geworden geworden sei. «Wir waren einmal gemeinsam Padel spielen, es gab ein Auslaufen entlang der Birs und Darts spielten wir auch.»
Das erste Team, das versuchen wird, die Basler Stimmung weiter trüb zu halten, ist Servette. Die Genfer haben ebenfalls eine frustrierende Saison hinter sich (8. Schlussrang, Cup-Out in der 2. Runde). Jedoch verloren sie vom 31. bis zum 38. Spieltag keine Partie mehr (6 Siege, 2 Niederlagen). Die letzte Niederlage setzte es am 15. März im «Joggeli» gegen Basel ab (1:3).