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FC Vaduz im Hoch Schmid: «Die Tabelle sieht natürlich verlockend aus»

Yannick Schmid.
Legende: Kann auf eine erfolgreiche Zeit mit Vaduz zurückblicken Yannick Schmid. Freshfocus

In der Super League sind die Young Boys das Mass aller Dinge. Die Mannschaft der Stunde steht allerdings am anderen Ende der Tabelle: der FC Vaduz. Die Liechtensteiner sind hinter den Bernern das zweitbeste Team des Jahres, haben von den letzten 8 Spielen nur eines verloren und dank den guten Resultaten den Anschluss am Tabellenende wieder geschafft.

Eine wichtige Stütze im Spiel des Aufsteigers ist Yannick Schmid. Der 25-jährige Innenverteidiger hat in dieser Saison noch keine Minute verpasst. Im Interview mit SRF Sport spricht Schmid über den guten Lauf seines Teams, das Erfolgsgeheimnis und seine persönlichen Ziele.

SRF Sport: Yannick Schmid, Ihnen und dem FC Vaduz läuft es aktuell sehr gut. Wie ist die Gemütslage im Klub?

Yannick Schmid: Die Stimmung im Team und im ganzen Klub ist natürlich sehr positiv. Wir haben uns das erarbeitet. Aber wir wissen auch, dass wir immer noch auf dem letzten Platz sind. Es muss jetzt so weitergehen. Dafür müssen wir zielstrebig weiterarbeiten, damit wir auch in Zukunft weiter fleissig Punkte sammeln.

Uns ist klar, dass es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen kann.

Von den letzten 8 Spielen hat Vaduz nur eines verloren. In den Spielen seit Jahresbeginn ist der Klub mit 15 Punkten die Nummer 2 hinter YB. Weshalb läuft es plötzlich so rund?

Der erste Teil der Saison war alles andere als gut. Wir haben aus diesen Spielen aber unsere Lehren gezogen und versucht, uns zu verbessern. In das neue Jahr sind wir mit dem Wissen gestartet, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. Mit der harten Arbeit, die wir hier leisten, haben wir es geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen.

Vaduz war zwischenzeitlich klares Schlusslicht, dank dem guten Lauf ist die Mannschaft mittlerweile punktgleich mit Sion. Zu Rang 2 fehlen sogar «nur» 10 Punkte. Wo geht die Reise für Vaduz in dieser Saison hin?

Wenn man die Tabelle anschaut, ist es natürlich verlockend. Wir haben jetzt gesehen, wie schnell es gehen kann, den Anschluss zu schaffen. Uns ist aber auch klar, dass es schnell wieder in die andere Richtung gehen kann. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir uns wie in den letzten Wochen einfach so gut wie möglich auf das nächste Spiel vorbereiten.

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Archiv: Vaduz schliesst dank Sieg zu Sion auf
Aus Sport-Clip vom 28.02.2021.
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In dieser Woche stehen für Vaduz die Spiele gegen Lausanne und bei YB auf dem Programm. Was spricht dafür, dass Sie den guten Lauf fortsetzen können?

Wir setzen in der Vorbereitung alles daran, dass wir auch am Mittwoch gegen Lausanne wieder einen guten Auftritt zeigen und an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen können. Dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir Punkte holen. Wir dürfen jetzt nicht zu weit nach vorne schauen, sondern wie zuletzt Spiel für Spiel nehmen und solidarisch auftreten. Das zeichnet uns derzeit aus. Mit YB beschäftigen wir uns dann ab Donnerstag.

Seit der Winterpause konnten wir uns in der Defensive sicher steigern. Das ist ein Grundstein für unseren aktuellen Erfolg.

Mit 21 erzielten und 34 erhaltenen Toren hat Vaduz in beiden Kategorien schwache Werte innerhalb der Liga. Da gibt es Verbesserungspotenzial.

Seit der Winterpause konnten wir uns in der Defensive sicher steigern, wir haben weniger Tore kassiert. Wir konnten auch einige Partien zu null spielen. Das ist ein Grundstein für unseren aktuellen Erfolg. Deshalb werden wir auch weiterhin alles daran setzen, dass wir hinten gut stehen.

Sie haben in dieser Saison in allen Partien durchgespielt. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Ich sehe mich als eine der Leaderfiguren in der Mannschaft. Bei uns kann jeder Spieler eine tragende Rolle übernehmen. Wir wissen alle, dass wir nur als Mannschaft erfolgreich sein können. Dieser Zusammenhalt zeichnet uns aus. Jeder Spieler kennt seine Rolle, jeder kämpft für den anderen. Ich versuche, das Team so gut wie möglich zu unterstützen. Das ist mir in dieser Saison gut gelungen.

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Archiv: Schmid schiesst Vaduz zum Sieg beim FCZ
Aus Sport-Clip vom 27.01.2021.
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Beim 1:0-Sieg gegen den FC Zürich Ende Januar waren Sie mit Ihrem Tor der Matchwinner. Es war Ihr insgesamt 3. Treffer in der Super League. Wie wichtig sind Ihnen diese persönlichen Erfolgserlebnisse?

Es ist immer schön, wenn man sich so belohnen kann. Das stärkt das Selbstvertrauen. Ich hoffe natürlich, dass ich auch weiterhin torgefährlich bleiben kann. Meine oberste Priorität ist es aber, gut zu verteidigen.

Sie haben Ihre Profikarriere beim FC Luzern gestartet. Die letzte Niederlage kassierten Sie ausgerechnet beim 0:4 auswärts gegen die Innerschweizer.

Es war vor allem ärgerlich, weil die Luzerner ein direkter Konkurrent von uns sind. Wir hatten die Möglichkeit, sie mit einem Sieg zu überholen. Leider wurde es eine klare Niederlage. Das Ergebnis in Luzern war ein Weckruf und wir haben in der Folge eine gute Reaktion gezeigt mit dem 2:1-Sieg in St. Gallen.

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Archiv: Vaduz besiegt St. Gallen
Aus Sport-Clip vom 20.02.2021.
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Sie haben bei Vaduz einen Vertrag bis Juni 2023. Welches sind Ihre persönlichen Ziele für die Zukunft?

Ich bin sehr ehrgeizig und will mich immer weiterentwickeln. Der Klub gibt mir viel Sicherheit und schenkt mir das Vertrauen, damit ich mich von Tag zu Tag verbessern kann. Ich will weiterhin konstant gute Leistungen zeigen. Dann werden wir sehen, was die Zukunft noch so bringt.

Das Interview führte Curdin Durisch.

SRF zwei, Super League–Goool, 28.02.21, 18:05 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    Schmid und Schmied könnte ich im Kader von YB sehr gut vorstellen. Bei beiden stimmt die Einstellung und beide wollen sich verbessern. Chappi und Wuschu haben beide sicher schon auf ihrem Radar.
  • Kommentar von Markus Peter  (MaPeBasel)
    Yannick Schmid fällt vor allem durch sein theatralisches Verhalten auf. Dauernd auf dem Boden wälzend, Hände vor dem Gesicht - um Penalties und Karten zu bewirken. Vielleicht lernt man das in Liechtenstein so, aber für die Schweiz ist dies unwürdig.
    1. Antwort von Edi Leuchtinger  (Edinilson)
      Was für ein 'fundierter' Kommentar (staun)
      Meiner Meinung nach gegenüber Liechtenstein sogar unter der Gürtellinie.
      Und in der ach so sauberen Schweiz macht das doch niemand
    2. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Peter aus Basel, Sie vermuten also wirklich, dass der Luzerner Schmid in den anderthalb Jahren, in denen er bei Vaduz spielt, "verdorben" wurde und vorher ein braver Chorknabe war. Und wie steht es denn Ihrer Meinung nach um die 12 weiteren schweizerischen Spieler dort und um den schweizerischen Assistenztrainer? Wenn hier etwas "für die Schweiz unwürdig " ist, dann Ihr Kommentar.
    3. Antwort von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
      Sie lassen aber auch nur unnötige Baslerfrust am falschen Ort ab. Solche Aussagen sind primitiv und kommen nicht von einem wahren Fussballfan. Die meisten schreiben sachlich und kompetent und nicht beleidigend. Ich habe Freund beim FC Basel, beim FCZ, Bei GC, FC Luzern, Lugano, Xamax, Lausanne, Servette, Thun etc. Aber wir akzeptieren unter Freunden wenn die gegnerische Mannschaft gewinnt. Wahrscheinlich weil wir Charakter haben und Fussball lieben und uns unsere Freundschaft auch wichtig ist.
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Der "Aufschwung" bei Vaduz ist viel weniger ein Zeichen für Qualität in Liechtenstein, sondern vielmehr ein Armutszeugnis für den Rest der Liga. Das Niveau ist deströs, die Leistungen enorm volatil, ausser YB ist kein Club wirklich konkurrenzfähig, vor allem auch wenn man den internationalen Vergleich nicht scheut. Die Superleague ist diese Saison sogar für ihre Verhältnisse auf sehr schlechten Niveau unterwegs. Auch kein Wunder, ohne Fans, ohne Stimmung und mit einem abenteuerlichen Spielplan.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Die guten Resultate des FCV haben in erster Linie zu tun mit den gut ausgebildeten Schweizer Spielern, welche die Mehrheit ausmachen und auch tragende Rollen einnehmen dürfen. Andere Vereine setzen mehr auf "Altstars" und ausländische Profis. Schweizerischer als Vaduz dürfte kaum ein anderer Super League-Club sein.