Mario Frick genoss in Luzern hohes Ansehen. Doch auch unter dem Liechtensteiner verpassten die Innerschweizer in den vergangenen drei Jahren das europäische Geschäft. Zweimal fand man sich in der Relegation Group wieder. Angesichts der exzellenten Jugendarbeit, die immer wieder eigene Talente in die erste Mannschaft spülte, war dies allerdings zu verkraften.
Den eingeschlagenen Weg möchte der neue Trainer Udo Portmann fortführen. Auch er hat die Absicht, den Jungen immer wieder Chancen zu geben. «Das gehört mittlerweile zur DNA des FCL. Das wird sich nicht ändern. Wir werden natürlich nicht blind Junge reinwerfen. Aber grundsätzlich soll das immer noch zu uns gehören», sagt Portmann. Der 49-Jährige hat dafür scheinbar das perfekte Profil. Seit 2020 im Klub, war er bisher im Nachwuchs tätig. Zuletzt verantwortete er die U17.
Trainer ist selbst «Rookie»
Dass er viele Spieler schon kannte, habe ihm die Einarbeitungszeit und das Kennenlernen der Mannschaft erleichtert. Auf Profi-Stufe erlebt Portmann selbst seine Feuertaufe. Bevor er zum FCL kam, verdiente er sich die Sporen im Regionalfussball bei Rothenburg, Eschenbach und Cham ab.
Portmann wurde von Sportchef Remo Meyer mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet – ein Vertrauensbeweis. Für den neuen Übungsleiter steht aber zunächst die unmittelbare Zukunft im Vordergrund. «Zuerst geht es darum, in die Gänge zu kommen. Das nächste Spiel ist immer das wichtigste», meint er.
Dieses wird – zumindest was Ernstkämpfe anbelangt – beim Super-League-Start am 25. Juli steigen. Vor heimischem Publikum geht es für den FCL gegen Meister Thun. Danach folgen die Auswärtsspiele gegen die ebenfalls europäisch engagierten Sion und St. Gallen.