FCZ: Die (Krisen-)Geschichte wiederholt sich

Wie schon in den letzten beiden Jahren hinkt der FC Zürich in der Hinrunde seinen Ansprüchen hinterher. Es fehlt an Konstanz bei den Limmatstädtern, die mit dem 1:5 in Aarau den vorläufigen Tiefpunkt in dieser Saison erreicht haben.

Pedro Henrique und der FC Zürich nach der 1:5-Pleite in Aarau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hart auf dem Boden der Realität aufgeprallt Pedro Henrique und der FC Zürich nach der 1:5-Pleite in Aarau. EQ Images

Die Worte von Trainer Urs Meier klangen wie blanker Hohn. «Die Mannschaft hat nie aufgegeben, ich kann ihr keinen Vorwurf machen», sagte der FCZ-Übungsleiter nach der 1:5-Klatsche gegen Aufsteiger Aarau.

Zwar mussten die Zürcher über 70 Minuten in Unterzahl spielen und gerieten nach der roten Karte gegen Torhüter David da Costa beim folgenden Elfmeter gleich mit 0:1 in Rückstand. Doch sie liessen auch mit einem Mann weniger jeglichen Kampfgeist vermissen und stemmten sich nur zögerlich gegen die Niederlage.

Fatale Hinrunden-Bilanz

Dass der unbedingte Siegeswillen beim FCZ nicht permanent vorhanden scheint, zeigt ein Blick auf die Resultate in dieser Saison. Bislang schaffte es die Meier-Elf nicht, zwei Spiele in Folge zu gewinnen.

Dabei wiederholt sich die Geschichte: Schon in den Hinrunden der letzten beiden Saisons gelangen dem FCZ mit einer einzigen Ausnahme (Saison 2011/12, Siege gegen Lausanne und Servette) nie zwei Vollerfolge in Serie. So waren jeweils zur Winterpause sämtliche Ambitionen auf den Meistertitel begraben. Dies kostete im März 2012 Urs Fischer das Traineramt, im November 2012 erwischte es Rolf Fringer vorzeitig.

Klassiker und Derby als nächste Aufgaben

Meier, Fringers Nachfolger, vermochte die Limmatstädter in diesem Jahr mit einer fulminanten Rückrunde immerhin noch ins internationale Geschäft zu führen. Die Hoffnungen waren gross, dass sich die Leistungen unter dem ehemaligen FCZ-Nachwuchs-Trainer in der neuen Saison stabilisieren. Die bisherigen Resultate sprechen jedoch eine andere Sprache.

So bleibt der FC Zürich auch in dieser Spielzeit unter den Erwartungen und steht nach 11 Spielen mit 14 Punkten lediglich auf Platz 6. Der nächste Gegner ist am kommenden Wochenende Leader Basel, bevor das Derby gegen die zweitplatzierten Grasshoppers ansteht. Nicht die besten Aussichten, um einen schnellen Weg aus der Krise zu finden.