FCZ-Präsident Canepa tritt nicht zurück

Ancillo Canepa bleibt Präsident des FC Zürich. Das gibt er zwei Tage nach Zürichs Abstieg an einer Medienkonferenz bekannt.

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Canepa tritt nicht als FCZ-Präsident zurück

3:12 min, aus sportaktuell vom 27.5.2016

Präsident Ancillo Canepa hat sich zwei Tage nach dem Abstieg seines FC Zürich erstmals zur Situation geäussert. An einer Medienkonferenz gab der 63-Jährige bekannt, dass er nicht zurücktreten wird. «Den Satz: 'Ich übernehme alle Verantwortung und trete zurück', den werden Sie von mir so in dieser Form nie hören», sagte Canepa, der zusammen mit seiner Frau Heliane 90 Prozent der FCZ-Aktien besitzt.

Sportliche Führung wird evaluiert

Des Weiteren kündigte er an, dass der FCZ den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt. Die sportliche Führung und die Struktur des Klubs werde in den nächsten Tagen und Wochen angeschaut und geprüft. Details gab Canepa, der seit zwei Jahren auch als Sportchef amtet, nicht bekannt. Damit bleibt offen, ob Uli Forte den FCZ allenfalls über den Cupfinal vom Sonntag hinaus trainieren wird.

«  Auch wir lieben den FC Zürich, das können Sie mir glauben. »

Ancillo Canepa

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1:19 min, vom 27.5.2016

Canepa nutzte die Bühne selbstredend, um seine Sicht der Dinge klarzustellen. Und er begann damit, seine Meinung einigen Journalisten gegenüber kundzutun. «Sie haben in den letzten Tagen und Wochen fast ohne Ausnahme nur auf den Mann gespielt. Meiner Meinung nach ist das ausgesprochen respektlos und sehr oft undifferenziert», so der FCZ-Präsident.

Nach dieser kleinen Abrechnung aufgrund teilweise gehässiger medialer Kritik in den letzten Tagen sagte Canepa ausserdem:

  • Über Fehler: «Wir haben – und da nehme ich mich logischerweise nicht aus – in der vergangenen Saison Fehler gemacht. Vielleicht waren wir nicht immer kritisch genug, auch uns gegenüber.»
  • Über die Analyse: «Ich habe gelernt, mit Niederlagen umzugehen und auch, diese zu analysieren. Ich werde in nächster Zeit auch Personen beiziehen, die eine gewisse Distanz zu mir und dem FCZ haben.»
  • Über die Schuldfrage: «Es geht für uns intern nicht um Schuldzuweisungen. Trotzdem tut es mir extrem leid, was in den letzten Wochen mit dem FC Zürich passiert ist. (...) Auch wir lieben den FC Zürich.»
  • Über die Kaderplanung: «Drei Spieler haben auslaufende Verträge beziehungsweise Leihverträge. Bei allen anderen gibt es keine Ausstiegsklausel für die Challenge League.»
  • Über den Cupfinal gegen Lugano: «Ich versuche, die Vorfreude auf den Cupfinal aus mir herauszuholen. Der Sieg wäre eine riesige Sache. Aber ich gebe zu, es ist eine etwas absurde Situation.»

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Super League