Hoarau lässt YB nach Spektakel-Sieg von Champions League träumen

YB hat in der 28. Super-League-Runde einen spektakulären 5:4-Sieg über Vaduz gefeiert. Während die Berner die Champions-League-Qualifikation planen können, ist Vaduz neu Letzter.

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YB gewinnt 9-Tore-Spektakel gegen Vaduz

6:49 min, aus sportpanorama vom 17.4.2016

Vorne fix, hinten desolat: YB kassierte gegen Vaduz, das vor dem Spiel offensiv schwächste Super-League-Team, 4 Treffer. Dennoch feierten die Berner einen 5:4-Sieg und holten wichtige Punkte im Kampf um Rang 2.

Dank dem Erfolg haben die Hauptstädter nun 9 Zähler Vorsprung auf die drittplatzierten Grasshoppers (1:2-Niederlage am Samstag in Sion).

Hoarau sei Dank

YB kann sich bei Guillaume Hoarau bedanken, dass es gegen die Liechtensteiner ohne Punktverlust blieb. Der Franzose erzielte in der 29. Minute (Hands-Penalty) sowie mit einem Doppelschlag (54/61.) seine Saisontreffer 11 bis 13.

Auch Yoric Ravet und Milan Vilotic hatten ihren Anteil am Torspektakel: Ravet traf nur eine gute Minute nach dem 1:0. Vilotic, der in der 20. Minute für den verletzten Alain Rochat aufs Feld kam, sorgte kurz nach der Pause für das 3:2.

Das Traumtor von Simone Grippo

0:22 min, vom 17.4.2016

Vaduz' grosse Moral bleibt unbelohnt

Das Heimteam liess gegen Vaduz seine offensiven Qualitäten immer wieder aufblitzen, offenbarte in der Defensive aber gravierende Schwächen. Mehr als nur einmal zeigte sich die Berner Hintermannschaft unorganisiert.

Diese Mängel führten auch dazu, dass das Team von Trainer Adi Hütter trotz eines 2:0- und 5:2-Vorsprungs noch mächtig zittern musste:

  • Ein völlig unnötiges Eigentor von Jan Lecjaks brachte Vaduz auf 1:2 heran. Yvon Mvogo konnte eine harmlose Hereingabe nicht festhalten, Lecjaks «stolperte» den Ball ins eigene Gehäuse (34. Minute).
  • Nur 8 Minuten später stand es 2:2: Nach dem Yoric Ravet eine Grosschance zum 3:1 ausgelassen hatte, liess sich YB klassisch auskontern. Nach der Hereingabe von Joel Untersee quer durch den Strafraum musste Armando Sadiku nur noch einschieben.
  • Und als YB scheinbar beruhigend 5:2 führte, bewies Vaduz noch einmal Moral. Innert 2 Minuten verkürzten Florian Stahel und Simone Grippo mit einem Traumtor auf 4:5 (76./78.).

4 Tore in Bern und trotzdem Tabellenletzter

Trotz 4 Toren in Bern geht Vaduz leer aus. Die Liechtensteiner hatten in der Schlussphase zwei gute Chancen auf den Ausgleich. Der «Lucky Punch» blieb ihnen aber verwehrt. Doppelt bitter: Weil Lugano zuhause gegen Thun 2:1 gewann, ist Vaduz neu Tabellenletzter.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Super League