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Collet: «Noch viele offenen Fragen im Fussball»
Aus Sport-Clip vom 29.04.2020.
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Jeff Collet im Interview «Müssen schauen, was für die Klubs das Beste ist»

Der Romand ist Xamax-Besitzer sowie Direktor zweier Tennis-Turniere in der Schweiz. Er ist deshalb doppelt betroffen.

Jeff Collet ist ein vielbeschäftigter Mann. Einerseits gehört dem 51-Jährigen seit zwei Jahren der Super-League-Klub Neuenburg Xamax. Anderseits ist er als Direktor der Turniere in Gstaad und Lausanne auch im Tennis-Geschäft.

Die Corona-Pandemie macht dem Romand deshalb gleich doppelt zu schaffen.

Grosse Sorgen bereitet Collet derzeit vor allem der Fussball. Zwar wären nach dem Bundesratsentscheid vom 29. April Geisterspiele ab dem 8. Juni möglich, aber «es gibt noch viele offene Fragen. Wir müssen jetzt schauen, ob das für die Klubs eine gute Entscheidung ist.» Bevor entschieden werden könne, ob weitergespielt wird, müsse geklärt werden:

  • Ist der Spielbetrieb mit Geisterspielen aus ökonomischer Sicht für die Klubs machbar?
  • Was ist mit den Spielerverträgen, die Ende Juni auslaufen?
  • Was passiert, wenn ein Spieler oder Trainer am Coronavirus erkrankt?

Hohe Kosten ohne Zuschauer

Er persönlich stehe Geisterspielen kritisch gegenüber, denn «für mich ist Fussball wie Tennis ein Spektakel für Zuschauer. Ohne Zuschauer ist es nicht das, was wir tun sollten.» Stehe er mit seiner Ansicht aber alleine da, würde er hinter der Entscheidung stehen, die Saison fortzusetzen.

Und das, obwohl er mit Xamax zwischen 800'000 und 1 Million Franken mehr aufwenden müsste, wenn in leeren Stadien gespielt wird. Anders sähe es aus, sollte Kurzarbeit eingeführt werden können.

Weniger Ausgaben im Tennis

Weniger schlimm ist die Lage bei den Tennis-Turnieren, was die Finanzen betrifft. Zwar gäbe es bereits einige Ausgaben für die Mitarbeiter. «Der finanzielle Schaden ist da, klar. Aber die grossen Investitionen in die Infrastruktur haben wir noch nicht getätigt», so Collet.

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Collet: «Wir werden überleben»
Aus Sport-Clip vom 29.04.2020.
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So sieht er denn auch die Zukunft der Turniere in Gstaad (18. – 26. Juli) und Lausanne (11. – 19. Juli) nicht in unmittelbarer Gefahr: «Wir wussten schon vorher, dass die Turniere bedroht sind und waren darauf vorbereitet. Aber 2021 werden wir wieder im Kalender stehen.»

Denn dass es 2020 zu einer Durchführung kommt, darauf kann auch Collet nicht mehr hoffen: «Normalerweise werden wir 2020 kein Turnier organisieren können», nimmt er bereits jetzt vorweg, was erst in einigen Wochen mit den Tennis-Verbänden definitiv entschieden werden wird.

SRF 1, Medienkonferenz des Bundesrats zum Coronavirus, 29.04.2020 14:45 Uhr;

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