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Kurzarbeit statt Training Nur St. Gallen nimmt am Montag das Training wieder auf

Weil bei Wiederaufnahme des Trainings keine Kurzarbeit mehr geltend gemacht werden kann, starten 9 von 10 Klubs der Super League erst später.

Spieler des FC St. Gallen
Legende: Schritt zurück in die Normalität Die Spieler des FC St. Gallen beginnen am Montag wieder mit dem Mannschaftstraining. imago images

Am Donnerstag hatte die Swiss Football League verkündet, dass am 29. Mai über die Wiederaufnahme der Saison in Super und Challenge League entschieden werde. Und: Ab 11. Mai dürften die Teams – freilich unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen – ihr Training wieder aufnehmen.

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Super League frühestens ab 19. Juni wieder mit Spielen
Aus sportflash vom 07.05.2020.
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Doch im Communiqué stellte eine Passage dann jegliche Pläne auf den Kopf:

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) teilte der SFL unverbindlich mit, dass die Klubs ab dem Moment des Trainingsstarts keine Kurzarbeit mehr geltend machen können.
Autor: Communiqué der SFL

Für die Teams bedeutet dies: Wer ab dem 11. Mai seine Spieler wieder zum Training auf die Anlage holt, wird noch mehr Geld verlieren als durch den Lockdown ohnehin schon. Nur die in die Challenge League abgestiegenen Grasshoppers und der Leader der Super League, St. Gallen, nehmen das frühzeitige Ende der staatlichen Unterstützung offenbar in Kauf.

Andere schwenkten kurzfristig um. Basel, Lugano und Thun hatten bis zu den News der Liga ebenfalls mit dem Trainingsauftakt am 11. Mai gerechnet, nun soll im Tessin und in Basel ab dem 18. und in Thun ab dem 25. Mai wieder mit der Mannschaft trainiert werden. Der FC Zürich will sogar erst am 28. Mai wieder einsteigen, am Tag vor der Generalversammlung.

Die Gewerkschaft übt Kritik

Für Unruhe hinter den Kulissen sorgte zusätzlich eine Umfrage der Spielergewerkschaft der Schweizer Fussballprofis (SAFP). 140 Profis beantworteten den Stimmungstest innert 3 Tagen, dabei sprachen sich 64 Prozent gegen eine Wiederaufnahme der Saison aus.

Für SAFP-Präsident Lucien Valloni ist die «schlechte Kommunikation» der Liga für die negative Haltung der Spieler mitverantwortlich. Zu viele Punkte seien nach wie vor unklar. Zudem spreche sich die SFL trotz anders lautender Vereinbarungen bei der Ausarbeitung der Schutzkonzepte nicht mit der Gewerkschaft ab.

Liegt einem die Gesundheit der Spieler wirklich am Herzen, geht es ohne regelmässige Tests nicht.
Autor: Lucien ValloniPräsiden SAFP

Aber besonders in Bezug auf die Massnahmen, mit denen die Sicherheit der Spieler gewährleistet werden sollen, besteht zwischen Liga und SAFP Dissens.

Das Schutzkonzept für den Schweizer Profifussball sieht keine regelmässigen Corona-Tests bei Fussballern und Beteiligten vor, für die Gewerkschaft sind sie essenziell. «Liegt einem die Gesundheit der Spieler wirklich am Herzen, geht es ohne regelmässige Tests nicht», betont Valloni.

SRF zwei, sportflash, 7.5.2020, 20 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Und Herr Valloni, wieso Kritisieren sie nicht auch gleich die Clubs. Laut Umfrage wissen die meisten Spieler nicht wie es um ihren Arbeitgeber steht. Ich finde es nicht gerade ein Vertrauens Werte zusammen Arbeit. Doch Profifußball und Werte sind wohl zwei Sachen die nicht zusammengehen. Es ist und bleibt eine Parallelwelt die nur zu uns kommt wen sie Geld wollen.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Röthenmund, zu mir kommt diese "Parallelwelt" nicht, obwohl ich in der Schweiz lebe, und wohl auch nicht zu Ihnen nach Spanien, wo Sie ja offenbar zuhause sind. Und die Liga, an die sich Herr Valloni wendet, ist der Zusammenschluss der 20 Clubs, die zur Liga gehören. Diese Liga ist die Ansprechpartnerin für die Spielergewerkschaft (Zusammenschluss der Spieler), vertreten durch Herrn Valloni. Das nennt man Sozialpartner, wie in andern Branchen der Schweizer Wirtschaft auch.
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Hoffentlich kann die 2m Regel eingehalten werden da sonst die Polizei eingreifen muss wie bei dem Demos in Bern Zürich St. Gallen und Basel und Anzeige erstatten bei nicht einhalten. Aber es gilt sicher andere Regeln beim Profi Sport.