Magische Momente im Tourbillon: Das «Wembley-Tor» lebt

Auf den Tag genau 50 Jahre nach dem umstrittenen «Wembley-Tor», welches England 1966 den WM-Titel sicherte, konnten die Zuschauer im Tourbillon gleich 2 Treffer dieser Gattung bewundern.

Video «Sion, St. Gallen und 2 «Wembley-Tore»» abspielen

Sion, St. Gallen und 2 «Wembley-Tore»

0:26 min, aus Tagesschau vom 30.7.2016

Es gibt Geschichten, so sagt man, welche nur der Fussball zu schreiben vermag. Zeuge einer solchen wurden am 30. Juli 2016 knapp 8000 Zuschauer im Tourbillon, dem Stadion von Sion.

Wieder ein «Geoffrey»

So begab es sich, dass Sion-Spieler Geoffrey Bia in der Partie gegen St. Gallen eine Hereingabe an die Lattenunterkante setzte, von welcher der Ball knapp hinter die Linie und dann aus dem Tor herausprallte. Nach kurzer Aufregung gab der Unparteiische Alain Bieri den Treffer.

Das Phänomen «Wembley-Tor»

1:42 min, vom 28.7.2016

An und für sich kein seltenes Ereignis im Fussball. Doch exakt 50 Jahre (und etwa eine Viertelstunde) zuvor, hatte der Engländer Geoffrey Hurst vor über 96'000 Zusehern auf gleiche Weise für das vielleicht bekannteste, definitiv aber meistdiskutierte Tor in der Historie des Fussballs gesorgt. Nun, zum Jubiläum, lebte dieser umstrittene Treffer, welcher England 1966 den Weltmeistertitel sicherte, in einem fast magischen Moment wieder auf.

Aleksic legt noch einen drauf

Doch damit nicht genug: In der 76. Minute legte sich der eingewechselte Danijel Aleksic im Trikot der St. Galler das runde Leder zum Freistoss bereit. Prompt fand das Spielgerät seinen Weg ins Tor – wiederum via Lattenunterkante. Angesichts zweier Kopien des «Wembley-Tors», just zu jenem 50-jährigen Jubiläum, drohte der Sion-Sieg (2:1) zur Nebensache zu verkommen.

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 30.07.2016, 19:30