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SFL-CEO Schäfer zieht erstes positives Fazit
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Rund 10'000 Fans in Stadien Disziplinierte Fans, viel Gänsehaut und etwas Skepsis

Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit durften wieder mehr als 1000 Fans ins Stadion. Wie gut funktionierte das?

Für St. Gallens Lukas Görtler war es «wie Weihnachten», YB-Neuzugang Silvan Hefti sprach von «Gänsehaut». Die erhöhte Anzahl Zuschauer in den Arenen (im kybunpark waren es über 9000, im Wankdorf gar knapp 12'000 Fans) liess auch die Spieler nicht kalt.

Erst Geisterspiele, dann 1000er-Regel: Die Corona-Krise hatte für lange Zeit Tristesse in die Fussballstadien der Schweiz transportiert. Am 3. Spieltag dann kamen die neuen Regeln zum Zug. Unter Einhaltung der Schutzkonzepte durften die Super-League-Klubs wieder deutlich mehr Zuschauer empfangen.

Betrachtet man diesen Schritt in Richtung Normalität als Test, dann haben die Fans diesen mit Bravour bestanden. Dieses Zeugnis stellt Liga-CEO Claudius Schäfer aus: «Die Zuschauer haben sich sehr gut an das Schutzkonzept gehalten. Die Masken wurden getragen, auch wenn das etwas Neues ist. Das hat an den meisten Orten sehr gut funktioniert.» Eine konkrete Analyse soll in den nächsten Tagen allfällige Schwachpunkte zutage fördern. Dazu wurden eigens Sicherheitsdelegierte in den Stadien installiert.

Lateinische Schweiz hält sich zurück

War in Basel, Bern und St. Gallen unisono von «Gänsehaut» die Rede, war in Lugano wenig von den Lockerungen zu spüren. 1322 Zuschauer sorgten für eine äusserst schwache Besiedelung des Cornaredos. Auch in Lausanne wurden nur etwas mehr als 2000 Fans Zeuge des 4:0-Triumphs des gross aufspielenden Aufsteigers über den FCZ.

In der lateinischen Schweiz, phasenweise deutlich stärker von der Corona-Krise gebeutelt, überwog also eine gewisse Skepsis. Schäfer will das jedoch nicht überbewerten – zumindest noch nicht: «Ich hätte zwar mit mehr Leuten gerechnet – vor allem in Lausanne. Aber es ist noch zu früh, um das zu beurteilen.»

So erlebten SRF-Exponenten die Sonntagsspiele

Dani Kern kommentierte am Sonntag die Partie St. Gallen gegen Servette. Reto Wiedmer und Lionel Mattmüller waren für Radio SRF in Bern bzw. Basel unterwegs. Wie lautet ihr Resümee: War die Stimmung gut? Wurden die Schutzmassnahmen eingehalten?

  • Kern: «Beim Einmarsch der St. Galler ins Stadion hatte ich echt Gänsehaut. In diesem Moment wurde klar, was in den letzten Monaten in den Stadien gefehlt hat: Leben, Freude, Emotionen. Ich habe die Fans äusserst diszipliniert erlebt. Auch vor dem Stadion wurde die Maske beinahe zu 100 Prozent getragen. Mein Fazit ist positiv, mit der Hoffnung, dass der eingeschlagene Weg beibehalten wird.»
  • Wiedmer: «Es war ein Erlebnis. Im Vergleich mit der Partie des SC Bern gegen Ambri war die Stimmung bei YB um einiges besser. Dies, obwohl sich diese in der Halle eigentlich besser bündelt. Es gab kleine Fangesänge, beim Einlaufen gab es dann diesen Hühnerhaut-Moment, das empfand auch Silvan Hefti so. Bei den Spielern habe ich allenthalben die Freude im Gesicht gesehen, fast wie kleine Jungs vor Weihnachten. Probleme gab es nur bei einem Einlass, wo die Fans dann den Anpfiff verpassten. Die Fans verhielten sich äusserst diszipliniert.»
  • Mattmüller: «Es war sehr gut organisiert, man wird auf dem Weg zum Eingang kontrolliert. Während dem Spiel wurden die Fans ermahnt, wenn sie keine Maske trugen. Nötig war das aber nicht wirklich oft. Der Fussball lebt wieder mehr, auch wenn die Fankurven noch nicht so dabei sein können, wie man sie kennt. Ausserhalb des Stadions an Verpflegungsständen hatte es dann doch einige Fans, die dicht beieinander assen und tranken.»

SRF zwei, Super League - Goool, 4.10.2020, 18 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Es wird spannend sein zu beobachten, ob durch die nahe zusammensitzenden Fans sich die Zahl der positiven Tests erhöhen wird. Man kann es drehen und wenden wie man will: Seriöse wissenschaftliche Studien belegen einwandfrei, dass das Tragen von Schutzmasken (teilweise sogar aus Stoff, was geradezu lachhaft ist) die Verbreitung von Viren NICHT EINMAL TEILWEISE verhindert. Spätestens wenn diese Anlässe nicht zu höheren, echten Erkrankungszahlen führen, sollte zur Normalität übergegangen werden.
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Komisch dass jede/r die "Studien" welche ihm/Ihr gerade so in den Kram passen als "seriös" bezeichnet, und alle anderen nicht.... ;-))
  • Kommentar von Löic Obstberger  (drexpert)
    Bises wieder stehplätz git, chummi sicher nid nomau. E stung früecher müesse dert si, ner darfsch nüt ussert ufem stüehli sitze, wo eh no huere schreg isch gsi, sodass nimau bequem ghocket bisch. Sobaud öpper usere emotion use mau churz ufsteit, chunnt scho dr security typ, Kei stimmig. Fuessbau ohni support isch eifach nix. Ufhöre mit so haubpatzigem gschmöis..
    1. Antwort von Andreas Jenni  (Andreas J.)
      Nie vergessen, welches die Hauptdarsteller sind. Nein, es sind nicht die Fans.
      Natürlich, es macht nicht so viel Spass wie früher. Aber es ist besser als nichts.
  • Kommentar von Markus Hunziker  (MH1)
    Die St. Galler Fans haben sich mit Pfeifen und unfairem verhalten schon wieder so hervorgetan, dass ich mir ein Geisterspiel gewünscht habe!
    1. Antwort von Patrick Sifneos  (Trickpa)
      Pfeifen? Mit Maske? Wie? Ich dachte die habens sich ja "korrekt" verhalten?
    2. Antwort von Amiel Schweizer  (is_lit)
      Ich war gestern im Stadion in St. Gallen und es war wie auch zuvor. Meinen Erfahrungen nach gehören die Pfiffe einfach zur Fankultur im Fussball. Ich war auch schon in genügend anderen Stadien, dort ist es wirklich nicht anders. Hier einfach wieder gegen die St. Galler schiessen finde ich ehrlich gesagt etwas unangebracht.
    3. Antwort von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
      Herr Sifneos das habe ich auch gedacht mit Masken geht pfeifen fast nicht. Doch das mit den Masken ist so oder so ein durcheinander. Die einen tragen keine, die anderen unter dem Mund, andere an den Armen usw. Es gibt solche die haben ein Loch für die Zigarette. Smile