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Das ganze Insta-Live mit Alain Bieri
Aus Sport-Clip vom 15.06.2020.
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Schiedsrichter im Insta-Live Alain Bieri: «Ich musste mich in der Garderobe einschliessen»

Fussball-Schiedsrichter Alain Bieri äussert sich im Gespräch mit Jeff Baltermia zu Anfeindungen, heiklen Entscheiden und zu seinem Karrierehighlight.

Alain Bieri pfiff am Sonntag das erste Pflichtspiel im Schweizer Fussball nach der Corona-Pause. Die intensive Cup-Partie zwischen Lausanne und Basel forderte auch dem Schiedsrichter alles ab. Neben müden Beinen gab es für ihn am Montag allerdings nichts zu beklagen. Bieri zeigte eine unauffällige, gute Leistung und stand dementsprechend nicht speziell im Fokus.

Man hat manchmal schon ein Gefühl der Ungerechtigkeit.
Autor: Alain Bieri

Ganz anders erging es dem Berner Unparteiischen beim Super-League-Spitzenkampf zwischen St.Gallen und YB unmittelbar vor dem Unterbruch der Meisterschaft. Wegen einem oft diskutierten, aber regeltechnisch korrekten Penalty-Entscheid in der Nachspielzeit wurde Bieri teilweise harsch kritisiert.

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Die umstrittene Penalty-Szene bei FCSG - YB
Aus Sport-Clip vom 24.02.2020.
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«Ich hatte keine Wahl. Es lag nicht an mir diese Regel so festzulegen», betont Bieri auch 4 Monate nach dem Spiel im Kybunpark und meint zudem: «Man hat manchmal schon ein Gefühl der Ungerechtigkeit. Es ist halt immer einfacher, eine Person als Sündenbock zu nehmen, als ein abstraktes System.»

Von der 5. Liga bis ins Stade de France

Mit Unmutsbekundungen von enttäuschten Spielern und Fans umzugehen lehrte Bieri bereits in jungen Jahren. Zu Beginn seiner Schiri-Karriere leitete er an einem Sonntagmorgen ein Spiel in der 5. Liga, in dem es ausartete: «Ich musste mich in der Garderobe einschliessen, bis sich die Situation wieder etwas beruhigte.»

Vor 80'000 Zuschauern im Stade de France in Paris zu pfeifen, war ein Riesenerlebnis für mich.
Autor: Alain Bieri

Von diesem Negativerlebnis liess sich Bieri aber nicht von seinem Ziel abbringen, einmal in einer höheren Liga zu pfeifen. Der Berner leitete in seiner bisherigen Laufbahn 442 Partien auf höchstem Niveau und bezeichnet rückblickend das Testspiel Frankreich gegen Spanien 2014 als sein persönliches Highlight: «Vor 80'000 Zuschauern im Stade de France in Paris zu pfeifen, war ein Riesenerlebnis für mich.»

Erfahren Sie im Video oben ausserdem, welche Ziele Alain Bieri für die Zukunft noch hat und was er jungen Schiedsrichtern rät.

SRF zwei, sportlive, 14.06.2020, 15:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Huser  (Huser)
    Einer der besten schweizer Schiedsrichter
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      An die Ablehnenden: Wie sieht denn Ihre "Rangliste" oder "Qualitätseinteilung" aus? Oder nennen Sie bitte alle Schiedsrichter aus der Schweiz, die Ihrer Meinung nach besser sind als Alain Bieri.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Aber auch Schiedsrichter machen Fehler Herr Bieri. Was in St. Gallen geschehen wahr, das hat es noch nie gegeben.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Ist das "wahr", was Sie schreiben, Herr stadler? Was "war" denn dort einmalig? Dass ein Schiedsrichter ein Spiel regelkonform leitete und einen Penalty wiederholen liess, weil sich der Torhüter zu früh von der Torlinie gelöst hatte? Das ist alles andere als einmalig. Aber Ihre grün-weisse Fanbrille spielt Ihnen hier bei der Wahrnehmung ein weiteres Mal einen Streich. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn der FCSG gesiegt hätte. Aber Kopf hoch! St.Gallen ist auch ohne (eigene) Fans eine Macht.