Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Schiedsrichter vor der Saison Wann ist ein Handspiel ein Handspiel?

Das Handspiel ist im Fussball der wohl komplexeste Regelbereich. Wie die Schweizer Schiedsrichter in der nächsten Saison damit umgehen wollen.

Schiedsrichter Adrien Jaccottet konsultiert den VAR.
Legende: Knifflige Entscheidung Schiedsrichter Adrien Jaccottet konsultiert den VAR. Freshfocus

Fussball-Regeln sind nicht in Stein gemeisselt. Das International Football Association Board (IFAB) nimmt immer wieder Präzisierungen vor. Letztlich sind die Vorgaben der Uefa Grundlage der Vorgaben in der Schweiz, worauf die Schiedsrichter ihr Augenmerk für die nächste Saison legen sollen. «Wir wollen die internationalen Vorgaben umsetzen», sagt Sascha Amhof, Ausbildungschef der Schweizer Referees.

Im Zweifelsfall für den Verteidiger

In der Schweiz will man die Verteidiger aber nicht unter Generalverdacht stellen. Nur wenn ein klares Hands vorliegt, soll dieses auch geahndet werden. Der Fokus soll auf Risiko und Ergebnis gelegt werden. Will heissen: Nimmt ein Verteidiger mit seinem Verhalten wissentlich in Kauf, dass er den Ball mit Armen oder Händen abwehrt oder ablenkt, so ist dies als Regelwidrigkeit zu taxieren.

Sind die Arme in solchen Situationen nicht eng angelegt, also in einer unnatürlichen Haltung, spielt auch keine Rolle, ob der Ball zuerst ein Körperteil des Verteidigers berührt und erst danach dessen Hand.

Die Frage, ob eine natürliche oder unnatürliche Bewegung (z.B. abgestreckte Arme) vorliegt, bietet natürlich viel Interpretationsspielraum. Im Zweifelsfall soll kein Hands gepfiffen werden. Zu grosszügig darf das Regelwerk jedoch auch nicht ausgelegt werden. Denn so entferne man sich von der Richtlinie der Uefa.

Den Graubereich gibt es immer

Auf die neue Saison hin hat es von Seiten des IFAB eine Präzisierung gegeben. Mit den Schultern ist das Spielen des Balles erlaubt. Doch wo genau fängt der regelkonforme Bereich an? Exakt lässt sich dies nicht sagen.

Video
Kein Penalty nach Hands: Beim Stand von 0:0 hat YB-Abräumer Martins Glück
Aus Sport-Clip vom 16.09.2020.
abspielen

SRF zwei: sportlive, 17.09.2020. 20:30 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Philipp Vischer  (HakunaMatata)
    Schade, die Präzisierung bringt ja mal gar nichts, weiterhin Rätselraten für alle. Mit dem VAR hat sich das Ganze ja noch zugespitzt, da man die Handspiele in Zeitlupe anschauen kann. Was bitte schön ist denn eine "unnatürliche" Haltung? Solange der Arm noch an der Schulter festgemacht ist, scheint mir das noch sehr natürlich. Was heisst "wissentlich"? Gilt das auch wenn ein Spieler mit dem Rücken zum Ball steht? Leittragende sind leider unverschuldet die Schiedsrichter.
  • Kommentar von Henri Duhamel  (Duhamel)
    Das Niveau unserer Schiedsrichter ist mehrheitlich so tief, da haben wir andere Probleme als die Handspielregel. Oftmals wird sehr kleinlich gepfiffen, was keine physische Härte und keinen Spielfluss ermöglicht. Insbesondere Schiedsrichter Jaccottet pfeift dermassen willkürlich, dass man sich fragen muss, ob da nicht andere Interessen dahinterstehen.
    Wir haben auch zwei gute Schiedsrichter mit der nötigen souveränen Ausstrahlung: Hänni und Schärer.
    1. Antwort von Beat Kappeler  (Magic-Kappi)
      Das Niveau unserer Schiedsrichter ist zumindest nicht tiefer als das der meisten Spieler, die ja in der obersten Liga Vollprofis sind...im Gegensatz zu den Schiedsrichtern!