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Legende: Video Rapp: In der Regel mit viel Köpfchen bei der Arbeit abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.07.2019.
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Thun-Rückkehrer im Interview Simone Rapp: «Würde es nicht mehr gleich machen»

Der Thun-Rückkehrer spricht im Interview über seine Abstecher nach Lausanne und St. Gallen, seine Rückkehr ins Berner Oberland und das Lugano-Spiel vom Sonntag.

Simone Rapp

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Als Simone Rapp in der Winterpause 2017/18 Thun verliess, war der Stürmer bester Torschütze seines Teams. Mit Lausanne stieg er in derselben Saison in die Challenge League ab. Nach einem Abstecher zu St. Gallen ist der Tessiner nun für ein Jahr an den FC Thun ausgeliehen.

SRF Sport: Vom Top-Goalgetter bei Thun nach der Hinrunde 2017/18 zum Absteiger mit Lausanne zum Saisonende. Ist es ein Fehler gewesen, Thun zu verlassen?

Simone Rapp: Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, es war ein Fehler. Die Entscheidung in diesem Moment war korrekt. Aber klar, wenn ich zurückschaue, würde ich es vielleicht nicht gleich machen. Aber im Sport gibt es immer ein Risiko, man weiss nie, wie es am Ende rauskommt.

Bei Lausanne haben Sie in der Challenge League gute Leistungen gezeigt. Trotzdem stürmten Sie in der 2. Saisonhälfte für St. Gallen und sind nun wieder zurück bei Thun. Was waren die Gründe für diese Wechsel?

Im Winter wurde mir in Lausanne mitgeteilt, dass ich weggehen muss. Ich konnte diesen Entscheid nicht wirklich nachvollziehen, es gab keinen richtigen Grund. Sie wollten wohl einen anderen Stürmertypen. Aber solche Entscheide muss man akzeptieren, weshalb ich im Winter auch nach St. Gallen ging. Nun bin ich zurück in Thun.

Ich bin froh, dass Thun mich zurückgeholt hat und mir die Chance gibt, zu spielen.

Bei St. Gallen haben Sie gleich im ersten Spiel doppelt getroffen, danach gelang Ihnen kein Tor mehr. Können Sie sich erklären, warum es nicht wie gewünscht lief?

Der Start war wirklich super, danach lief es nicht mehr ganz so gut. Klar bin ich selbst etwas enttäuscht. Aber so ist halt Fussball. Man versucht stets seine beste Leistung abzurufen. Ausserdem hatte ich nach zwei, drei Spielen mit kleineren Rückenproblemen zu kämpfen. Danach konnte ich nie mehr so zurückkehren, wie ich mir das vorstellte. Vielleicht machte ich mir selbst zu viel Druck und kam jeweils zu früh zurück. Aber so ist der Sport: Manchmal läuft es nicht nach Wunsch. Dann muss man einfach weiter arbeiten.

Der Transfer zum FC Thun ist für Sie eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte. Haben Sie lange gebraucht, um sich wieder einzuleben?

Nein, wirklich lange brauchte ich nicht. Viele Mannschaftskollegen von früher sind immer noch da. Auch die anderen Leute im Klub sind dieselben wie zuvor. Das hat mir natürlich sehr geholfen, mich ziemlich schnell wieder einzuleben. Ich fühlte mich schon beim letzten Mal in Thun wohl.

Bei solchen Fragen muss man immer aufpassen, was man sagt.

Hat sich Ihre Rolle im Team mit dem Weggang von Dejan Sorgic geändert?

Meine Rolle bleibt natürlich die gleiche. Ich finde es sehr schade. Er ist ein super Spieler und auch sonst ein toller Typ. Aber solche Veränderungen muss man akzeptieren. Der Klub hat schon früh kommuniziert, dass, sollte es ein gutes Angebot geben, Sorgic uns verlassen könnte. Aber für mich ändert sich wie gesagt nichts. Ich spielte gern mit ihm vorne, jetzt bin ich halt etwas alleine. Aber mit Saleh Chihadeh, der von Kriens kam, konnten wir einen anderen tollen Spieler verpflichten.

Das Mittelfeld der Super League ist stets äusserst umkämpft. Was ist mit dem FC Thun in dieser Saison sportlich möglich?

Bei solchen Fragen muss man immer aufpassen, was man sagt – wir sollten uns jetzt zu Beginn einfach darauf konzentrieren, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen oder zumindest nicht verlieren. Und dann kann man weiterschauen. Wo stehen wir in der Tabelle? Sind wir noch in der Europa-League-Qualifikation? Das wäre natürlich geil. Aber unser primäres Ziel ist auch diese Saison der Ligaerhalt.

Nun wartet am Wochenende der FC Lugano. Sie sind im Tessin aufgewachsen – gehen Sie mit speziellen Gefühlen in diese Partie im Tessin oder ist es für Sie ein Spiel wie jedes andere?

Ein bisschen spezieller ist es schon: Ich bin Tessiner, meine Familie wohnt dort. Gleichzeitig ist es nicht das erste Mal, dass ich in Lugano spiele. Am Schluss würde ich mich einfach über ein positives Resultat freuen.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie die Partie zwischen dem FC Lugano und dem FC Thun am Sonntag ab 15:40 Uhr auf SRF zwei und in der SRF Sport App mit Ticker und Stream.

Lugano ist mit einem 4:0-Sieg furios in die Saison gestartet und dürfte vor Selbstvertrauen strotzen. Was erwarten Sie für einen Gegner am Sonntag?

Ich erwarte einen harten Gegner. Sie spielen gut Fussball, sowohl offensiv als auch defensiv. Auf diese Saison hin haben sie eine gute Mannschaft zusammen gestellt. Es wird sicherlich ein hartes Spiel. Ausserdem könnte das Wetter noch einen Einfluss haben. Im Tessin ist es aktuell sehr heiss.

Das Gespräch führte Michael Gasser.

Sendebezug: SRF info, sportaktuell, 25.07.2019, 23:45 Uhr