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Legende: Video Zusammenfassung Aarau - Xamax abspielen. Laufzeit 06:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 02.06.2019.
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Trotz 4:0-Polster Im Penaltyschiessen gescheitert: Aarau verschenkt den Aufstieg

  • Xamax schafft dank einem 5:4 im Penaltyschiessen bei Aarau den Klassenerhalt.
  • Die Neuenburger machen im Barrage-Rückspiel die 0:4-Hypothek wett.
  • Aarau lässt sich vor der Pause überrumpeln und kassiert innert 17 Minuten 3 Gegentore.

Das Barrage-Hinspiel zuhause 0:4 verloren, der Topskorer für die Reprise gesperrt. In anderen Worten: Die Ausgangslage für Xamax war schier aussichtslos. Doch plötzlich waren auf dem Brügglifeld 45 Minuten gespielt und die Anzeigetafel wies ein 3:0 für die Gäste aus. Der Klassenerhalt lag in der Luft, Aarau wankte bedenklich.

Welche Worte FCA-Coach Patrick Rahmen in der Halbzeitpause auch wählte: Es schienen die richtigen gewesen zu sein. Seine Equipe wirkte fortan wacher, übernahm das Spieldiktat.

Das Tor fiel indes auf der anderen Seite: Geoffrey Tréand versetzte aus dem Nichts mit dem 4:0 (72.) das Brügglifeld in Schockstarre (siehe Video ganz oben). Ausgerechnet Tréand, der 2017 von Aarau zu den Romands gewechselt hatte. Marco Schneuwly vergab hingegen in der Schlussminute aus wenigen Metern den Matchball für den Challenge-Ligisten.

Legende: Video Das 4:0 durch Tréand abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 02.06.2019.

Aarauer Alu-Pech, Neuenburger Penalty-Sieg

Die Gastgeber blieben in der Verlängerung das aktivere Team. Gianluca Frontino bekundete bei seinem Schlenzer an den Pfosten viel Pech. Auch Petar Misic (100.) scheiterte nur knapp.

So musste das Penaltyschiessen über die Ligazugehörigkeit entscheiden. Dort versagten Aaraus Elsad Zverotic gleich als erstem Schützen die Nerven. Er scheiterte an Laurent Walthert. Weil anschliessend sämtliche Akteure ihre Versuche verwerteten, avancierte Zverotic zum tragischen Helden.

Legende: Video Das Penaltyschiessen in 90 Sekunden abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 02.06.2019.

Dreifach-Schlag nach aggressivem Auftakt

In einer gehässigen Startphase mit 7 gelben Karten (11 nach 90 Minuten) ging es drunter und drüber. Aarau tat sich mit der harten Gangart schwer. Mit einem Dreifach-Schlag innert 17 Minuten hatte sich Xamax die Hoffnung auf den Klassenerhalt in Halbzeit 1 zurückgeholt:

  • 21. Minute: Giuseppe Leo will den Ball aus der Gefahrenzone dreschen, trifft dabei aber den Fuss von Gaëtan Karlen. Den fälligen Penalty verwandelt Geoffroy Serey Dié abgebrüht.
  • 29. Minute: Die Aarau-Defensive bleibt verwundbar. Nach einem Eckball steigt Marcis Oss am höchsten und nickt zum 2:0 ein.
  • 38. Minute: Im Hinspiel glänzte der Challenge-Ligist mit Effizienz. Nun tut es ihm das Team aus Neuenburg gleich. Wieder eine Ecke, wieder lassen sich die Vorderleute von Keeper Djordje Nikolic zu Statisten degradieren. Torschütze diesmal: Kemal Ademi.

Henchoz und die Genugtuung

Ein veritables Happy End stellte die Geschichte für Stéphane Henchoz dar. Der Xamax-Trainer schaffte in seiner letzten Partie an der Neuenburger Seitenlinie das Unmögliche. Der Vertrag des künftigen Sion-Trainers war nicht verlängert worden, obwohl er am Ursprung des Aufschwungs der Xamaxiens gestanden war.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 23.05.2019, 22:20 Uhr

66 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Zum Match selber: zig mal spannender als der Grottenkick im CL-Final. Das Endergebnis Xamax bleibt oben, Aarau bleibt unten ist auch keine Katastrophe. Es sorgt im Gegenteil dafür, dass im Schweizer Clubfussball eine ausgewogenere Vertretung der Sprachregionen stattfindet. Ende gut, alles gut.
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    1. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      "Ende gut, alles gut"? - Im Schweizer Klubfussball liegt vieles sehr im Argen. Und wenn Sie von "Grottenkick" schreiben, trifft dies vielmehr auf viele Partien der sog. "Super League" zu. Das Niveau ist leider äusserst dürftig. In der Champions League war dagegen häufig berauschender Fussball zu sehen: Tempo, Technik, Kreativität, Leidenschaft
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    2. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      @Ulusoy: Ihre Erwartungen an die RSL sind überzogen. Die drei höchsten Schweizer Ligen sind Ausbildungsligen. In der RSL findet sich dazu noch der eine oder andere erfahrene Auslandsrückkehrer, ein paar vielversprechende Legionäre und alle, die es nicht in eine ausländische Liga geschafft haben. In vielen Vereinen wird eine sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet. Bis weit hinab in die regionalen Nachwuchsligen sieht man tollen Fussball.
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    3. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      Was mich an Xamax stört, der Verein müsste viel mehr auf eigenen Nachwuchs setzen. Dieser Altherrenclub braucht dringend frisches Blut.
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    4. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      @ Martin Gebauer: "Überzogene Erwartungen?" Das glaube ich kaum. Meine Eindrücke bezogen sich auf die Super League. Finden Sie wirklich, dass wir in dieser Saison "tollen Fussball" in der höchsten Liga gesehen haben? Oft war das Niveau in meinen Augen ganz bedenklich: ein exemplarisches Beispiel: Sion vs. Xamax. So etwas habe ich selten gesehen und dies schreibe ich als Xamax-Fan! Neben dem tiefen Niveau beklage ich zudem, was in vielen Führungsetagen geschieht. Höchst unprofessionell!
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    5. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      @ Martin Gebauer: Dass hingegen in vielen Vereinen sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, glaube ich indes sofort und sehe ich manchmal auch mit eigenen Augen. Verglichen mit anderen Sportarten können viele Vereine aber auch auf eine gute Infrastruktur und grosszügige finanzielle Unterstützung zählen.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco  (fäbufuessball)
    NICHTS aber auch gar nix, hätte ich noch auf Xamax gegeben... das darf doch nicht wahr sein? Wie kann so was möglich werden... ist mir nicht begreiflich. Nicht das ich es Xamax nicht gönnen würde, das Team hatte die Barrage ja nicht unbedingt verdient, es hätte da andere Kandidaten gegeben. Doch die Aarauer tun mir wirklich leid, als Fan sowas mitzumachen... das würde ich nicht wollen. Dunkler dunkler Tunnel; hoch Drei! Ein Fan zu sein; Fluch und Segen zugleich!
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Ich bin sehr gespannt, ob und wie es Xamax in der Super League gelingt, den angekündigten Richtungswechsel (Einsatz junger Spieler mit einem extra zu diesem Zweck zu holenden anderen Trainer als Henchoz) umzusetzen. Das Barrage-Rückspiel hat immerhin gezeigt, dass ohne die "Legende" Nuzzolo (der grössten Enttäuschung des Hinspiels) die übrigen Spieler wie befreit aufspielen konnten.
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