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YB-Aufsteiger Fassnacht Vom TV-Statisten zum Nationalspieler?

Christian Fassnacht dribbelte einst als Amateur durchs SRF-Signet. Mittlerweile schiesst er seine Tore im Live-Programm.

Legende: Video Fassnachts Tore für YB im Schnelldurchlauf abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.08.2018.

Vermutlich ist er Ihnen im Eröffnungstrailer zum Fussball-Magazin «Goool» oder zum «sportaktuell» noch nie aufgefallen. Aber bei genauerem Hinsehen, erkennen Sie ihn. Den Mann mit der Nummer 10, der da trickst und dribbelt: Christian Fassnacht.

Beim Dreh jenes Signets 2014 spielte der Zürcher noch in der 1. Liga für den FC Thalwil. Das SRF suchte damals extra unbekannte Darsteller ohne Wiedererkennungswert. Von unbekannt kann mittlerweile keine Rede mehr sein. Meisterspieler der Young Boys ist Fassnacht. Der vorläufige Höhepunkt eines bemerkenswerten Aufstiegs.

Legende: Video Fassnachts Auftritt im SRF-Trailer abspielen. Laufzeit 00:09 Minuten.
Aus Super League - Goool vom 12.08.2018.

Bei den U16-Junioren des FC Zürich galt Fassnacht einst mit einer Körpergrösse von 1,50 m als zu schmächtig. Also holte er sich in den Amateurligen die nötige Platzhärte. In Thalwil und später in Tuggen, wo er in 18 Einsätzen 11-mal traf.

Marktwert von 4 Millionen Euro

Von da an ging es steil aufwärts: Vor allem weil der polyvalente Flügelstürmer die Gabe bewies, sich schnell ans Niveau jeder Stufe anzupassen. In Winterthur brauchte er nur zwei Saisons, um Fuss zu fassen. Beim FC Thun in der Super League danach sogar nur eine: Nach 10 Toren und 6 Assists wollte ihn YB unbedingt.

Und auch die immensen Erwartungen in der Hauptstadt schienen ihn nicht zu hemmen: 11 Tore und 8 Assists steuerte er in der Meistersaison bei, 2 Treffer sind es auch heuer bereits wieder. Aus dem schmächtigen Jüngling ist ein 1,85 m grosser Offensivmann geworden. Sein Marktwert gemäss transfermarkt.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster von 100'000 auf 4 Millionen Euro gestiegen.

Debüt für die Schweiz?

Das wirft die Frage auf: Wohin führt ihn sein Weg noch? Denn man vergisst gerne, Fassnacht ist erst 24. Sein Vertrag läuft noch bis 2021, aber das Ausland dürfte vorher zum Thema werden. Er wird von der gleichen Agentur vertreten, die Ricardo Rodriguez bei Milan untergebracht hat.

Noch früher müsste eigentlich die Nationalmannschaft zum Thema werden. Trainer Vladimir Petkovic hat für den Herbst bereits angekündigt, in der neuen Nations League jüngeren Kräften eine Chance zu geben. Und keiner passt da besser ins Anforderungsprofil als Christian Fassnacht.

Christian Fassnacht
Legende: Christian Fassnacht Wohin führt der Weg des Blondschopfs noch? Freshfocus

Sendebezug: SRF zwei, Goool, 12.08.18, 18:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Hallo SRF! Eine Frage hätte Ich: Wie wurden die Szenen jeweils erstellt die man vor Live-Sportübertragungen sieht? Es sieht nämlich-auch wenns ‚nur‘ nebensächlich ist- echt toll aus! Wurde das virtuell eingefügt?
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    1. Antwort von SRF Sport
      Guten Tag. Die Aktionen in unseren Sport-Trailern wurden mittels Greenscreen-Technik vor einer grünen Wand im Studio gedreht. So kann man die Protagonisten vor einen beliebigen Hintergrund setzen.
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  • Kommentar von Walter Gfeller (zweiwelt)
    Christian Fasnacht vergibt noch allzuviele Chancen, welche ihm vor allem Suleimani und Hoarau regelmässig auflegen. Zudem ist er in seinen Leistungen noch zu unkonstant, z.B. sah man ihn im letzten Match in Luzern überhaupt nicht. Also noch etwas Geduld mit dem Aufgebot für die Nati, bis da mehr Konstanz da ist.
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  • Kommentar von Peter Muster (Giovanni Caputo)
    Wohl kaum unter Trainer Petkovic, ausser er ginge ins Ausland auf irgend eine Ersatzbank..... leider ist das so!!!! Das hat übrigens nichts mit YB zu tun. Das gilt generell für Spieler die in der Super League spielen...
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    1. Antwort von Fabian Gysler (Fabz)
      Petkovic stellt aus rätselhaften Gründen eben diese in Europa "nichtspielenden" Bankdrücker auf. Seferovic, Dzemaili, Drmic, alles unkreative, schlussendlich nicht wirklich sehr talentierte Fussballer. Wenn Mbabu und Fassnacht kein Aufgebot bekommen, dann muss man sich einfach nur noch fragen. Es gibt kaum Spieler in der Schweiz die so viel Talent haben wie die beiden.
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