YB und der aufmüpfige Kantonsrivale aus dem Oberland

In der vergangenen Saison hat sich Thun in der Tabelle vor dem Kantonsrivalen YB klassiert. Für den stolzen Hauptstadt-Klub war dies ein Horrorszenario. Nun schicken sich die Young Boys an, die Kräfteverhältnisse im Kanton wieder zurecht zu rücken.

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Fussball: Thun vor dem Derby

1:40 min, aus sportaktuell vom 27.7.2013

Die Bilanz in den Direktduellen gegen Thun fällt aus YB-Sicht alles andere als erfreulich aus. Seit dem Wiederaufstieg der Berner Oberländer 2010 resultierten für die Young Boys in 12 Spielen nur gerade 2 Derbysiege. Sechsmal teilten sich die Teams die Punkte, viermal triumphierte der vermeintliche Aussenseiter.

YB will sich rehabilitieren

Vor allem in der abgelaufenen Spielzeit standen (der finanzielle) Aufwand und Ertrag beim Hauptstadtklub in keinem Verhältnis - am Ende resultierte nur Platz 7. Der FC Thun hingegen, mit einem wesentlich kleineren Budget agierend, klassierte sich auf einem Europacup-Platz und kämpft nun um den Einzug in die Europa League.

Umso grösser ist die Erleichterung bei YB, dass der Start in die neue Saison wunschgemäss geglückt ist. Als einziges Team stehen die Young Boys noch ohne Punktverlust da. «Für die wenig erfreuliche letzte Saison wollen wir uns rehabilitieren», sagt Angreifer Michael Frey. «Diese Erlebnisse sind noch nicht vergessen und motivieren uns nun zusätzlich.»

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das Berner Derby zwischen YB und Thun am Sonntag ab 15:45 Uhr live auf SRF zwei und im Livestream.

Doppelbelastung als Handicap für Thun?

Noch stellt sich vor dem Derby die Frage, wie gut die Thuner die Reisestrapazen vom Europa-League-Quali-Trip am Donnerstag nach Georgien verdaut haben. Im Stade de Suisse werden am Sonntag Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke erwartet. Obwohl mehrere FCT-Spieler versichert haben, dass zu diesem Zeitpunkt der Saison die Batterien noch voll seien, dürfte die Sommerhitze den Akteuren doch zu schaffen machen.

Die Hausherren werden aber gewarnt sein, die Gäste aus Thun zu unterschätzen. «Wir haben letzte Saison gezeigt, dass wir in der Lage sind, YB zu ärgern und das wollen wir auch diesmal tun», richtete Thun-Stürmer Marco Schneuwly schon einmal eine Kampfansage an seine ehemaligen Teamkollegen.