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Xamax verabschiedet sich nach zwei Jahren in der Super League
Aus Sport-Clip vom 28.07.2020.
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Zurück in die Challenge League Xamax: Wie Krieger ohne Waffen

Das Wunder von 2019 hat sich nicht wiederholt: Die Neuenburger müssen in die Challenge League. Das hat seine Gründe.

Im letzten Jahr hatte Xamax den Abstieg aus der Super League noch auf wundersame Weise verhindern können. Mit einer der grössten Aufholjagden in der Schweizer Fussballgeschichte machten die Neuenburger gegen Aarau ein 0:4 aus dem Barrage-Hinspiel wett und stellten in einem dramatischen Penaltyschiessen den Ligaerhalt sicher.

Damals an der Seitenlinie? Stéphane Henchoz. Jetzt an der Seitenlinie? Ebenfalls Henchoz. Dazwischen ist am Neuenburgersee aber einiges passiert. Dinge, die Xamax letztlich zur «schlechtesten Mannschaft der Super League» machten. Nach zwei Jahren im Oberhaus geht es deshalb zurück in die Challenge League.

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Nuzzolo: «Wir sind die schlechteste Mannschaft der Super League»
Aus Sport-Clip vom 26.07.2020.
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Collet holt Henchoz zurück

Vor eineinhalb Jahren, im Januar 2019, wurde Stéphane Henchoz in Neuenburg zum Cheftrainer befördert. Seine Mission: Der Klassenerhalt. Henchoz führt Xamax in die Barrage, schafft im eingangs erwähnten Rückspiel auf schier unmögliche Weise den Klassenerhalt.

Was er damals bereits wusste: In der kommenden Saison würde er bei Xamax nicht an der Seitenlinie stehen. Dies war Henchoz von Präsident Christian Binggeli mitten im Abstiegskampf mitgeteilt worden.

Nach der Entlassung von Joël Magnin heuerten die Neuenburger vor ein paar Wochen ausgerechnet beim einst verschmähten Henchoz an. Es war dies kein Entscheid von Binggeli, der zwar noch Präsident ist, den Klub im November aber an den Westschweizer Sportmarketing- und Event-Unternehmer Jeff Collet verkauft hat.

Xamax-Präsident Christian Binggeli (r.) kämpfte nach der drittletzten Runde und dem 1:4 gegen Servette mit den Tränen.
Legende: Bitter enttäuscht Xamax-Präsident Christian Binggeli (r.) kämpfte nach der drittletzten Runde und dem 1:4 gegen Servette mit den Tränen. Keystone

Viele Abgänge, keine Waffen

Henchoz bedauert den Abstieg. Viel mehr bedauert er aber, nicht mehr Zeit gehabt zu haben, um mit der Mannschaft zu arbeiten. «Das ist schade. Aber ich wusste das, als ich meine Entscheidung getroffen hatte», so der ehemalige Liverpool-Verteidiger, der erst 8 Runden vor Schluss zu den Neuenburgern zurückgekehrt war.

Wir müssen das Team neu aufbauen.
Autor: Stéphane Henchoz.

Deutlich hatte sich Laurent Walthert nach der 1:4-Niederlage in Genf geäussert. «Was mich traurig macht, ist, dass ich keine Krieger gesehen habe, die bis zur 95. Minute gekämpft haben. Die mit Waffen in der Hand gekämpft haben», so der Torhüter. Vielleicht einfach deshalb, weil Xamax über keine Waffen verfügt?

Kemal Ademi, Afimico Pululu, Geoffroy Serey Die, um nur einige zu nennen, haben Xamax nach dem letztjährigen Klassenerhalt oder im Laufe der Saison verlassen. Was blieb, ist die offensiv schwächste und defensiv mitunter anfälligste Equipe der Liga. Und die Erkenntnis von Henchoz: «Wir müssen das Team neu aufbauen.»

Stéphane Henchoz übernahm Xamax 8 Runden vor Schluss.
Legende: Bedauert, nicht mehr Zeit mit der Mannschaft gehabt zu haben Stéphane Henchoz übernahm Xamax 8 Runden vor Schluss. Freshfocus

SRF zwei, Super League Goool, 26.07.2020, 18:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Die erfolglosesten Vereine nach dem Restart heissen Xamax und FCZ. Das hat wenig mit dem Virus zu tun. Bei Xamax haben sie den Strukturwandel schon vor dem Wiederaufstieg verpasst. Nur mit müden alten Herren gewinnt man keinen Blumentopf Und beim FCZ? Da setzt man zwar auf Junge, hat aber ein Kader aus Kraut und Rüben. Während Magnin vom Ajax-Fussball träumt, gelingen den Letzi-Buben nicht mal mehr Fünfmeterpässe. Retrospektiv sieht man, wie wertvoll Spieler wie Tihinen oder Filipescu waren.
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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    Beim Barrage-Gegner von Xamax vor einem Jahr, dem FC Aarau, sieht es noch viel schlimmer aus! Der Missererfolgs-Trainer Rahmen hatte es nicht geschafft, die von Greenhorn-Sportchef Burki aus müden Alt-Stars und unerfahrenen und mässig begabten Nachwuchsspielern wild zusammengewürfelte Mannschaft zu formen. Seinem Nachfolger Keller scheint das Talent ebenfalls zu fehlen. Hier wie dort gilt: Unqualifizierte Leute am Ruder, kombiniert mit knapper Kasse, garantieren den unaufhaltsamen Abstieg!
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  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Ach, wie toll waren die Auswärtsspiele auf der Maladiere! Wir hatten so unglaublich viel Spass in Neuenburg. Tolle Stadt, toller See, nette und entspannte Leute. Superatmosphäre! Xamax wir werden dich vermissen!!
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