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Greuel: «Werden die letzten 15, 20 Plätze nicht an Zuschauer vergeben»
Aus Sport-Clip vom 18.06.2020.
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Zuschauer in der Super League? Diese SL-Klubs lassen am Wochenende Fans ins Stadion

Wer darf darauf hoffen, dieses Wochenende ein Spiel seines Lieblingsklubs live im Stadion zu verfolgen? Wir liefern die Übersicht.

Gemäss den aktuellen Bestimmungen des Bundesrates dürfen an diesem Wochenende maximal 300 Personen bei Grossveranstaltungen dabeisein.

Diese Regelung gilt auch für den Fussballspielbetrieb und den Re-Start in der Super League. Erst ab Montag wird die Limite auf 1000 Zuschauer angehoben. Die einzelnen Teams gehen sehr unterschiedlich mit der Ausgangslage um.

Bei Meister YB etwa werden «nur Leute mit Arbeitsauftrag» an den Heimspielen im Stade de Suisse anwesend sein, wie CEO Wanja Greuel erklärt. Man verzichte darauf, 15-20 Auserwählte pro Spiel zu bestimmen. Mit Technikern und Sicherheitsleuten kratze man schon an der 300-Personen-Grenze, so Greuel (s. Video oben).

«Die Idee, nur eine bestimmte Anzahl Zuschauer zuzulassen, ist in der Praxis aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar», begründet der FC Zürich seine Haltung. Man wolle keine Selektion vornehmen, weshalb nur zwingend vom Schutzkonzept vorgesehene Personen sowie FCZ-internes Personal in den Letzigrund dürfen.

Der Letzigrund bei einem Geisterspiel
Legende: Der Letzigrund bleibt leer Der FCZ vergibt keine Tickets an Fans. Freshfocus

Auch der FC Thun hat sich «aufgrund des unverhältnismässig grossen administrativen Aufwands» dazu entschieden, keine weiteren Zuschauer zuzulassen. «Auch die Entscheidung, welche Personengruppen von einem Einlass profitieren dürften, wäre kaum fair zu treffen gewesen», lassen die Berner Oberländer verlauten.

Es gibt aber auch diverse Klubs, die eine begrenzte Anzahl Zuschauer zulassen:

  • St. Gallen: Der Leader verlost 50 Tickets

Basierend auf dem Schutzkonzept und den Vorgaben der Swiss Football League werden für die Spielorganisation und -durchführung im kybunpark 250 Personen im Einsatz stehen. Die Ostschweizer haben sich dazu entschieden, die restlichen Plätze pro Spiel zu verlosen. «Bei der Verlosung werden alle Anspruchsgruppen berücksichtigt, welche uns in den letzten Wochen, Monaten und Jahren tatkräftig unterstützt haben», heisst es auf Anfrage. Dazu gehören die über 6'500 Saisonabonnenten, die Hospitality-Kunden sowie die Sponsoren und Partner des FCSG.

Vereinzelte Fans auf den Tribünen
Legende: Ein paar dürfen rein So in etwa dürfte es im kybunpark in St. Gallen aussehen. Freshfocus
  • Basel: Rund 40 Plätze gehen an die Fans

Der Cup-Halbfinalist verlost ebenfalls Tickets unter den Jahreskarten-Besitzern. Rund 40 Plätze werden so an die Fans vergeben. «Somit können wir trotz Geisterspielen und der sehr beschränkten Anzahl von 300 Plätzen pro Spiel zumindest ein paar wenigen Fans eine Freude machen», lässt der FCB in einem E-Mail verlauten.

  • Servette: Krimi auf Youtube

Der Aufsteiger hat für das Heimspiel am Sonntag gegen Lugano 50 Tickets verlost. In einer spannungsvollen Zeremonie auf Youtube, Link öffnet in einem neuen Fenster wurden die Glücklichen gezogen. 20 Abonnenten sowie 30 VIP-Sponsoren kommen zum Handkuss.

  • FC Luzern: 20 geladene Gäste und 30 glückliche Abonnenten

Umgekehrt macht es der FCL. Zusätzlich zu den gemäss Schutzkonzept zugelassenen 201 Personen dürfen 20 geladene Gäste in die swissporarena. Hinzu kommen 30 Abonnenten (die Tickets werden verlost). Den Rest decken LED-Technik, Greenkeeper, Catering, Stewards/Desinfektion und Notfälle/Unvorhergesehenes ab.

  • FC Sion: Keine «Modefans» im Tourbillon

Die Walliser lassen 75 Fans an den Heimspielen teilhaben. An der Verlosung dürfen alle 5000 Abonnenten teilnehmen. 25 Plätze werden auf der Nordtribüne vergeben. Die übrigen 50 Zuschauer verteilen sich auf das ganze Stadion.

Das Tourbillon in Sion
Legende: Das Tourbillon in Sion Hier dürfen 75 Abonnenten die Heimspiele verfolgen. Keystone
  • Xamax: 30 Fans exklusiv zugelassen

Auch die Neuenburger wollen wenigstens einem Bruchteil ihrer treuen Fans eine Aussicht auf einen Matchbesuch schenken. Für die Heimspiele gegen Thun und Basel werden 30 Plätze für Abonnenten freigehalten – es entscheidet das Losglück.

Offen ist die Situation bei Lugano. Bei den Tessinern gibt es noch keine verlässlichen Informationen bezüglich Stadion-Zulassung von Fans.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    Bei den Zuschauerzahlen in der Schweiz müsste es doch möglich sein, den Fans nummerierte Plätze zuzuordnen, welche den Coronaregeln entsprechen.
    Die Plätze sind online zu erwerben oder bei Abonnenten reservieren zu lassen. Dabei muss sich jeder Fan registrieren lassen.
    Was die Einhaltung der Regeln bei der Zu.- resp. Wegfahrt betrifft, kann nicht schlimmer als ein einem Bahnhof etc. sein.
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  • Kommentar von Beat Rutishauser  (bruti)
    Ins Stadion sollten jeweils so viele Fans reingelassen werden, wie an an den letzten Demos in den Innenstädten stillschweigend tolleriert wurden. in einem Stadion können die Abstände sogar noch besser eingehalten und die Fans registriert werden.
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  • Kommentar von Roger Mayer  (Roger Mayer)
    Also ich würde einen RIESEN Aufstand machen!!!
    ALLE ODER KEINER!!!!
    Alles andere ist nicht fair!!!
    Aber ja ich weiss, fairness ist nicht swissness
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    1. Antwort von Remo Fischer  (remi22)
      Was machen wenn das Stadion ausverkauft ist?
      Mit ALLE ODER KEINER würden alle Ausverkauften Mätsche ohne zuschauer stattfinden.
      Und so ist es halt auch jetzt, ein Stadion ist halt nun mit 40 anstatt mit 20000 Voll.
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