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Noch in der U21-Nati Britschgi: Im Schnellzug in die Serie A und bald in der Nati?

Sascha Britschgi hat sich in der Serie A als Stammspieler etabliert. Ist der 19-Jährige im Sommer sogar an der WM dabei?

So manch FCL-Fan runzelte im letzten Sommer vermutlich die Stirn, als der Klub den Wechsel von Sascha Britschgi zu Parma verkündete. Gerade einmal drei Spiele hatte der damals 18-Jährige in der Super League für Luzern bestritten, ehe er den Schritt ins Ausland wagte.

Rund ein halbes Jahr steht Britschgi bereits im Austausch mit Nati-Trainer Murat Yakin. Zwar reichte es noch nicht für ein A-Nati-Aufgebot, in der U21-Nati gibt es aber kein Vorbeikommen am polyvalent einsetzbaren Defensivspieler. Die Enttäuschung darüber hält sich in Grenzen: «Ich habe es schon davor gewusst. Die Prioritäten sind momentan klar bei der EM-Qualifikation mit der U21», stellt Britschgi klar.

Selbstbewusstsein der Mutter

Auch für den 19-Jährigen ging der Aufstieg schneller als erwartet. Kickte er vor einem Jahr noch in Luzerns Nachwuchs gegen Teams wie Kriens, Baden oder Cham, spielt er nun gegen Italiens Topteams. Ganz realisiert habe er dies noch nicht und doch sagt er: «Ich spiele mit freiem Kopf.»

Seither habe ich keine Zweifel daran, dass ich spielen werde.
Autor: Sascha Britschgi

Es sei auch nicht garantiert gewesen, dass er bei Luzern regelmässig zum Einsatz kommen werde, erklärt Britschgi im Nachgang seinen überraschenden Abgang im letzten Sommer. Dann habe er in Parma eine Chance bekommen und diese genutzt. «Seither habe ich keine Zweifel daran, dass ich spielen werde», so der 19-Jährige, der sein Selbstbewusstsein von seiner Mutter auf den Weg bekommen hat.

Keine Krämpfe dank Ernährung

Britschgi sieht zwischen Luzern und Parma viele Parallelen. Beides seien familiäre Klubs, die viel auf junge Spieler setzen. Tatsächlich schickt Parma in der Serie A im Durchschnitt die jüngste Startelf aufs Feld. In der Stadt schätzt er das gute Essen, insbesondere Torta fritta hat es dem Teenager angetan.

Die Spezialität aus der Emilia-Romagna kommt bei Britschgi allerdings nur selten auf den Teller. Schliesslich schaffte eine Ernährungsumstellung ein Problem aus seiner Welt. Von den Krämpfen, die ihn bei seinen ersten Profi-Einsätzen geplagt hatten, ist er seither befreit.

Obwohl Britschgi die kommenden Tage «nur» mit der U21-Nati unterwegs ist, träumt er von einer Karriere im A-Nationalteam. Sein grosser Vorteil ist seine Vielseitigkeit. Die 25 Spiele für Parma absolvierte Britschgi im rechten und linken Mittelfeld, als Links- und Rechtsverteidiger und als Innenverteidiger. «Am wohlsten fühle ich mich hinten rechts in der Viererkette.» Eine Position, bei der Yakin in der Vergangenheit nicht wirklich die Qual der Wahl hatte.

SRF zwei, «Sportflash», 23.03.2026, 20:00 Uhr ; 

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