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Seferovic verschiesst gegen Wales aus bester Position
Aus Sport-Clip vom 12.06.2021.
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639 Minuten ohne Turniertor Die lange Durststrecke des Haris Seferovic

Dass die Schweiz an Endrunden eher selten trifft, ist nicht neu. Einige Zahlen sind dennoch unerfreulich.

Das resultatmässig enttäuschende 1:1 in Baku gegen Wales bestätigte eine alte Erkenntnis: Die Problemzone der Nati liegt in der Offensive. Stolze 18 Abschlüsse brachte die Schweiz zustande, allerdings gingen nur deren 4 aufs Tor. Das zeigt: Das Team von Coach Vladimir Petkovic war bemüht, aber zu wenig effizient.

An Grossanlässen will es einfach nicht

Sinnbildlich für diesen Mangel ist Haris Seferovic. Der 29-Jährige reiste mit 22 Ligatoren in 31 Saisonspielen mit Benfica Lissabon im Gepäck an diese EURO. Im März hatte er gegen Bulgarien (WM-Quali) und Finnland (Test) getroffen. Für seine bislang 21 Treffer im National-Trikot benötigte er 74 Länderspiele. Stéphane Chapuisat brauchte für diese Zahl 103 Einsätze mit der Schweiz.

Doch an grossen Turnieren hapert es mit der Torproduktion. Als Joker erzielte Seferovic an der WM 2014 im ersten Gruppenspiel gegen Ecuador den 2:1-Siegtreffer. Seither durchläuft er eine nun 639 Minuten anhaltende Durststrecke (Quelle: transfermarkt.ch), welche die EM 2016 in Frankreich und die WM 2018 einschliesst und nun 11 Partien andauert. Auch am Finalturnier der Nations League 2019 blieb der U17-Weltmeister in 203 Minuten ohne Treffer.

Haris Seferovic schreit sich den Frust von der Seele
Legende: Der Frust muss raus Haris Seferovic im Spiel gegen Wales. Keystone

Unter Petkovic nur ein Tor pro Spiel

Petkovic wird Seferovic vermutlich das Vertrauen trotzdem nicht entziehen. Der Spieler hat noch an jedem Turnier eine zweite Chance erhalten, ehe er im dritten Match draussen bleiben musste. Und positiv ist, dass Seferovic gegen Wales mehrmals in Erscheinung trat.

Dass Breel Embolo das Tor gegen Wales erzielte, entspricht nicht gerade der Logik. Der 24-Jährige steht erst bei 6 Treffern in 44 Länderspielen. Viel Gefahr ging in der Schlussphase vom eingewechselten Mario Gavranovic aus, der auf 14 Nati-Tore in 30 Spielen kommt. Das vermeintliche Siegestor des Tessiners wurde vom VAR wegen einer Offsidestellung annulliert. Es war ein Zentimeter-Entscheid.

Es bleibt also so, dass sich die Schweiz an Endrunden offensiv schwertut. Das Spiel gegen Wales war das 9. an einem Turnier unter Petkovic. Erzielt hat die Schweiz dabei ganze 9 Tore. Auch deshalb hat sie an Welt- und Europameisterschaften unter Petkovic von nun 9 Spielen nur 2 gewonnen.

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Livehighlights Wales - Schweiz
Aus Sport-Clip vom 12.06.2021.
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SRF zwei, sportlive, 12.06.2021, 14:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Thouvay Christian  (Chris Thouvay)
    Seferovic, der Chancentöter der Nation. War immer so, wird so bleiben. Nur der Trainer hat's noch nicht gemerkt. Dabei hätte er gute Alternativen.
  • Kommentar von Jonathan Batt  (JBatt)
    Lösung: 60 Minuten Gavranovic mit Embolo. Seferovic 30 min vor Schluss bringen. Aber Petkovic bringt es nicht übers Herz/Verstand. Gavra war in 10 min gefährlicher als Sefe bis dann. Wenn Seferovic gegen Italien nichts bringt muss Petkovic gegen die Türken Gavranovic bringen.
  • Kommentar von Markus Urs Brenner  (Brenni)
    Das wird schon wieder mit Haris;-)