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Sommer wird beim Interview von den Gefühlen übermannt
Aus Sport-Clip vom 02.07.2021.
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Die Stimmen der Schweizer Ausgeschieden, aber der Stolz überwiegt

Yann Sommer kann nach der Niederlage im Penaltyschiessen im EM-Viertelfinal gegen Spanien kaum sprechen. Bei Xherdan Shaqiri überwiegt der Stolz.

Yann Sommer verschlug es die Sprache. «Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auf den ganzen Staff», meinte er. Was sonst einfach mal schnell dahergesagt kommt, weckte beim Nati-Goalie einzigartige Gefühle. Sommer meinte es wirklich ernst. Das merkte man spätestens, als ihn nach einem kurzen Lächeln die Emotionen übermannten und seine Stimme zittrig wurde.

Ich habe die Unterstützung in der Nati noch nie so intensiv gespürt.
Autor: Silvan Widmerüber die Fans der Schweiz

«Man lebt in diesem Turnier mit extrem vielen Emotionen», erläuterte er später im Gespräch. Danach ist Schluss. Sommer verabschiedete sich mit den Worten: «Ich bin einfach sehr, sehr stolz.»

Déjà-vu, aber besser reagiert

Zuvor sahen Sommer und Trainer Vladimir Petkovic im Hinblick auf das 0:1 der Spanier Parallelen zum Ausscheiden bei der WM 2018. Petkovic meinte: «Das ist uns schon gegen Schweden passiert», Sommer sprach von einem Déjà-vu. Damals hatte, wie gegen Spanien, ein Ablenker zum 0:1 für den Gegner geführt.

Heuer wusste die Schweiz aber zu reagieren. «Wir blieben ruhig, haben auf die Chance gewartet. Da hat uns die Erfahrung der letzten Jahre geholfen», war der Coach zufrieden.

Ich bin richtig stolz.
Autor: Xherdan Shaqiriüber die Leistung der Nati

Auch Xherdan Shaqiri, der Torschütze zum 1:1, wählte nach der Partie positive Worte: «Unglaublich was diese Mannschaft gegen Spanien auf den Platz bekommen hat.» Er meinte damit auch, wie sich die Schweiz in Unterzahl ins Penaltyschiessen gerettet hat. «Ich bin richtig stolz», resümierte er.

Kampagne bleibt in guter Erinnerung

Stolz werden auch die Fans der Schweizer Nati sein. Die Stimmung, welche sie im Heimatland kreiert hatte, war auch der Mannschaft selbst nicht entgangen. Silvan Widmer dazu: «Ich habe die Unterstützung in der Nati noch nie so intensiv gespürt. Es war eine Freude, aufzulaufen. Es tut weh, diesen Traum nicht weiterleben zu können.»

Er strich auch die Stimmung im Team heraus. Sie seien näher zusammengerückt. Man habe die Familie vermisst, doch das sei «super erträglich» gewesen, weil die Stimmung im Team eben so gut war. So werden die Spieler ihre Zeit bei der EM wohl noch besser in Erinnerung behalten, als dies die Fans schon tun.

SRF zwei, sportlive, 02.07.2021, 18:00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Leumann  (Sno12opy)
    Was sich dieser Schiedsrichter geleistet hat war einfach nur parteiisch, er pfiff jedes Foul der Schweizer sofort ab und bei den Spaniern lies er alles durch. Das nach dieser überharten roten Karte die Schweizer 50 Minuten zu zehnt bei dieser Hitze spielen mussten, hat den Spielern die letzte Kraft gefordert, darum ging dann auch dieses Penaltyschiessen in die Hose. Jedenfalls hat sich diese Mannschaft in mein Herz gespielt und ich wünsche Ihnen viel Glück für die WM Quali.
  • Kommentar von Yvonne Horat  (Yvonne Horat)
    Möchte der Nati und dem ganzen Staff von Herzen gratulieren für die unglaubliche Leistung. Trotz dem Ausscheiden im Penalty schiessen bin ich mächtig stolz auf die Nati.
    Ihr habt gezeigt, dass ihr eine Mannschaft mit Zusammenhalt seid.
    Wünsche nun allen schöne Ferien und alles Gute für die Zukunft
  • Kommentar von Marc Nager  (Manager)
    Die Schweiz hatte von Anfang an den schwierigsten Weg aller Teams an dieser EM. Aber sie biss sich gegen alle Widrigkeiten durch & schlug den amtierenden Weltmeister. Was gestern von Ref Michael Oliver gezeigt wurde, ist absolut skandalös & widerspricht den von der UEFA vorgegebenen Richtlinien: nämlich, sich im Verteilen von Karten zurückzuhalten. Nach Sichtung 6 verschiedener Kameraeinstellungen sah ich eine einzige, in der Freuler ausser dem Ball auch noch den Gegner minim traf. Es ist Betrug
    1. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      SRF-Experte Huggler sah das bezüglich der roten Karte anders. Er meinte nach dem Spiel die rote Karte sei nicht falsch gewesen.