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Die Schweiz schaltet Weltmeister Frankreich im Penaltyschiessen aus
Aus Sport-Clip vom 29.06.2021.
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Schweizer Coup an der EM Wenn sich der Stammgast endlich mit der Kirsche belohnt

An grossen Turnieren war die Schweiz in den letzten Jahren mit einer Ausnahme immer dabei. Nun gelang der grosse Wurf.

Eine EM- oder WM-Endrunde ohne die Nati – man kann es sich hierzulande fast nicht mehr vorstellen. Knapp 10 Jahre ist es her, seit die Schweizer, damals noch unter Ottmar Hitzfeld, die Qualifikation für die EM 2012 verpasst haben.

Es war der einzige Ausrutscher in der jüngeren Vergangenheit. Inklusive der EURO 2020 war die Nati an 8 der letzten 9 Endrunden dabei. Damit steht sie besser da als beispielsweise die Niederlande und befindet sich auf Augenhöhe mit England (fehlte 2008 an der EURO) oder Italien (verpasste die WM 2018).

Und die Schweizer waren jeweils nicht nur dabei. An der laufenden EM steht man zum 4. Mal in Folge in der K.o.-Phase eines grossen Turniers. Nur Frankreich und Belgien können der Nati in dieser Hinsicht das Wasser reichen.

Nun hat die Schweiz erstmals überhaupt ein K.o.-Spiel an einer Endrunde gewonnen. Das Ausmass ist ebenso historisch wie das französische Scheitern:

  • Die Schweiz steht erstmals seit 67 Jahren im Viertelfinal eines grossen Turniers.
  • Für die Nati war es der erste Sieg gegen die Franzosen seit 29 Jahren.
  • Seit 1960 sind der Schweiz gegen Frankreich nicht mehr 3 Tore in einem Spiel gelungen.
  • Frankreich verpasst erstmals seit der WM 2010 wieder einen Viertelfinal.

Konstanz wird endlich belohnt

Mit dem Einzug in den Viertelfinal hat die Nati nicht nur Historisches erreicht. Sie hat sich auch für die Konstanz der letzten Jahre belohnt. Eine Konstanz, die angesichts der bitteren Achtelfinal-Niederlagen seit 2014 nicht immer die Anerkennung bekam, die sie verdient hatte.

Nun ist den Schweizern endlich der langersehnte – und immer wieder angekündigte – grosse Wurf gelungen. An Dramatik und Emotionen war dieser kaum zu überbieten. Oder wie es Nati-Trainer Vladimir Petkovic bezeichnete: «Dieser Sieg im Penaltyschiessen ist natürlich die Kirsche auf der Torte.»

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Petkovic: «Wir haben auf die grosse Kritik reagiert»
Aus Sport-Clip vom 29.06.2021.
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22 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Frei  (Chrigi56)
    Sorry, das Interview mit Herrn Petkovic ist so was von ungeschickt... Wie antworten denn Sie z B auf die Frage "Wie geht es Ihnen nach dem groessten Sieg ihrer Karriere?" "Danke, hundsmiserabel..." Also bitte, der Antwortgeber braucht ganz schoen viel Salz und Geduld. Ist das jetzt ueberall so, dass die gewuenschte Antwort in der Frage schon angetoent wird? Dann kann sich der Interviewer die Antwort gleich selbst geben...
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Eine Frage. Jetzt sind unsere Fussballer plötzlich wieder Helden, trotz des unrühmlichen Auftritts gegen Italien.
    Aber sollte so eine Leistung wie gestern nicht einfach normal sein, für Fussballer die Millionen verdienen und auch wenn man sein eigenes Land an so einem Turnier vertritt?
    Darf man das nicht grundsätzlich erwarten, dass immer mit solchem Einsatz gespielt wird? Also Ball flach halten und weiter Leistung bringen.
    Ob Sieg oder Niederlage ist da nicht wichtig, der Einsatz ist es.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Irgendwie haben sie recht, allerdings kann man als Sportler und vor allem im Mannschaftssport nicht immer das Maximum abrufen. Jeder der Fussball gespielt hat weiss, dass es Spiele gibt wo der Wurm drin ist. Spiele können auch plötzlich kippen. Nach dem verschossenen Penalty verlor die Schweiz plötzlich den Zugriff auf das Spiel. Fehler schlichen sich ein. Ein kurzes Zögern da und dort und du bist weg. Gestern wollte die Nati aber unbedingt diesen Viertelfinal und konnte das Steuer herumreissen.
    2. Antwort von Markus Schaub  (Markus Schaub)
      Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Von Profis, welche dermassen Geld verdienen, ihr Hobby zum Beruf machen dürfen, erwartet man das was Sie erwähnen einfach. Wenn die Leistung stimmt, macht auch das Publikum mit, z.B. mit einer Welle wie man gesehen hat. Hätte der Einsatz usw. auch gegen Italien gestimmt, wäre nie eine solche Kritik aufgekommen. Klar kann man ich nicht immer gewinnen. Aber es kommt drauf an WIE man gewinnt oder verliert.
    3. Antwort von Samuel Keusch  (samuel_97)
      Ich glaub es ist einfach menschlich, nicht immer bereit und auf höchstem Niveau spielen zu können. Egal ob man Millionen oder nur zehntausende Franken im Jahr verdient.
      Und oft wird von Zuschauern die Wichtigkeit der Mentalität komplett unterschätzt. Die Schweiz hat gestern unter anderem wohl wegen dem frühen 1:0 so gut gespielt, das wird ein sehr grosser Faktor gewesen sein. Auch auf der Gegenseite war wohl die Mentalität ausschlaggebend, dass man nach dem 3:1 zu nachlässig war.
    4. Antwort von Peter Senn  (Lukmanier)
      Das Gemecker, einige Fussballer verdienen Millionen und hätten de facto in jedem Spiel immer Höchstleistungen zu erbringen. Dies ist
      jedoch gegen die menschliche Natur. Wenn gewisse Herren in Zug mit einem Tastendruck das Zug Fache eines Jahreslohns eines Spitzenfussballer verdienen, wohl wissend, dass dies zur Folge hat, dass halb Afrika Hunger schieben wird, scheinen solche Sachen niemanden gross zu stören. Da neidet man dem Fussballer, der pro Jahr 50 und mehr Spiele macht, lieber sein Auto
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Unfassbar, sein 1994 uns Suters gebrochenem Zeh und dem 4:1 gegen Rumänien bei jedem Spiel vor dem Bildschirm, und warte seit der Kindheit auf SO einen Sieg, ich kanns auch nach X mal anschauen auf allen verschiedenen Sendern immer noch nicht glauben, dass Sommer Mbappés Penalty hält. Diese Dramaturgie, diese Spannung, wie sich die ganze Geschichte der letzten fast 30 Jahre in diesem Moment kluminiert, Chapeau! Hand aufs Herz, Respekt für Seferovic und Co, und ich muss gehörig Kreide fressen.